ÖSTERREICH: Glawischnig übt heftige Kritik an Berlakovich - "Totalversager"

Grünen-Chefin im ÖSTERREICH-Interview: "Schlimmster und teuerster Umweltminister, den wir je hatten."

Wien (OTS) - In einem Interview für die Sonntag-Ausgabe der Tageszeitung ÖSTERREICH übt die Chefin der Grünen, Eva Glawischnig, heftige Kritik an Umweltminister Nikolaus Berlakovich. Glawischnig:
"Er ist der schlimmste Umweltminister, den wir je hatten. Ein Totalversager, der sich mit Ziegen im Grünen fotografieren lässt. Der teuerste Minister, den dieses Land je hatte. Dass wir dank ihm das Klimaschutz-Ziel nicht erreichen, kostet uns eine Milliarde.

Wäre Glawischnig selbst Umweltministerin, würde sie "alles daransetzen, dass wir unser Klimaschutzziel erreichen." Zum Beispiel:
"Flächendeckende Maut für alle LKWs - und zwar eine hohe. Keine neuen Autobahnen mehr bauen und mit Prämien den Autoverkehr auf E-Mobilität umstellen. Und Tempo 30 in den Innenstädten."

Die derzeitige ÖVP wäre für die Grünen kein geeigneter Koalitionspartner. Glawischnig: "Uns trennen Welten. Ich muss auch sagen, dass ich vom neuen ÖVP-Chef Spindelegger maßlos enttäuscht bin. Bei allen wesentlichen Fragen wie Wehr- oder Bildungspolitik macht er ständig eine Rolle rückwärts. Die ÖVP ist in einem fürchterlichen Zustand. Dagegen war Pröll ja ein Genie an Leadership."

Bundeskanzler Werner Faymann wird von Glawischnig nur wenig milder beurteilt. Glawischnig: "Mir gefällt, dass er immer stärker grüne Positionen bei Atom- und Umweltpolitik übernimmt. Aber er ist als Regierungschef zu mutlos. Er tut immer so, als müsste er Bürgerinitiativen starten - dabei soll er endlich regieren."

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