LH Dörfler will Gewerkschaften auflösen: ÖGB Kärnten schockiert über das Aufgreifen von Idee aus dem Nationalsozialismus

ÖGB Lipitsch: "Dieser Landeshauptmann ist eine Schande für Kärnten"

Klagenfurt (OTS/ÖGB) - "Dass sich Gerhard Dörfler nicht gerade durch Intelligenz auszeichnet, hat er bereits mehrfach unter Beweis gestellt. Mit seinem Vorschlag, Gewerkschaften abzuschaffen, geht er jedoch einen Schritt zu weit. Dieser Landeshauptmann ist nicht nur eine Schande für unser Land, sondern stellt mit seiner ideologischen Anschauung auch eine große Gefahr für die Gesellschaft dar", reagiert der ÖGB Landesvorsitzende, NAbg. Hermann Lipitsch, auf das Gespräch Döflers mit der APA.

"Die Abschaffung der Gewerkschaften war in der Zeit des Nationalsozialismus ein zentraler diktatorischer Schritt. Ich bin bestürzt darüber, dass LH Dörfler nach dem grausamen Vorfall in Oslo es nun wagt, vor die APA zu treten und derartige Vorschläge zu präsentieren", zeigt sich Lipitsch fassungslos. "Dörfler ist offensichtlich auch ein Feind der Demokratie".

Eine andere Erklärung für das Aufgreifen dieser abscheulichen Idee aus dem Nationalsozialismus könnte der am Dienstag fortgeführte Prozess gegen LH Stv. Uwe Scheuch in der "Part of the Game - Affäre" sein. "Natürlich ist es furchtbar peinlich, wenn gegen den eigenen Stellvertreter aus der eigenen Partei ein Korruptionsprozess geführt wird. Sollten die Aussagen von Dörfler schlicht ein Ablenkungsmanöver gewesen sein, dann ist es jedenfalls mehr als geschmacklos", so Lipitsch weiter. "Dörfler sollte die Zeit des Prozesses gegen Scheuch sinnvoll nutzen und sich Gedanken darüber machen, wie in seinem Bereich der Landesregierung endlich effizient und zielorientiert gearbeitet werden kann anstatt vor die APA zu treten und mit Ideen aus dem Nationalsozialismus aufzuwarten", so der ÖGB Landesvorsitzende. "So etwas brauchen wir nicht, Herr Landeshauptmann - nicht in Kärnten, nicht in Österreich und auch nicht irgendwo anders in Europa! Schämen Sie sich!"

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