Bundesrat - SPÖ-Blatnik: Volksgruppengesetz ist Ausdruck der Gemeinsamkeit

Nach 56 Jahren endlich Ortstafel-Einigung erreicht

Wien (OTS/SK) - "Vielfalt ist die Stärke einer modernen Gesellschaft, daher ist es nur gut und recht, dass es nach 56 Jahren endlich zu einer Ortstafel-Einigung gekommen ist", betonte SPÖ-Bundesrätin Ana Blatnik am Donnerstag. In ihrer Rede in der letzten Bundesratssitzung vor der Sommerpause dankte Blatnik allen Beteiligten, die sich um das Zustandekommen des Volksgruppengesetzes bemüht haben, allen voran Staatssekretär Josef Ostermayer. "Es ist vor allem Staatssekretär Josef Ostermayer zu danken, der mit viel persönlichem Engagement und Weitblick die Verhandlungen geführt und die unterschiedlichen Standpunkte zusammengeführt hat", so Blatnik. ****

Mit der Novelle, die im Juli im Nationalrat mit den Stimmen aller Parlamentsparteien, mit Ausnahme von drei symbolischen Enthaltungen der Grünen, beschlossen wurde, werden alle Kärntner und burgenländischen Gemeinden namentlich angeführt, in denen es zweisprachige Ortstafeln geben muss. Für Südkärnten werden insgesamt 164 Ortstafeln und Ortskennzeichnungstafeln in 24 Gemeinden festgeschrieben. Die Auswahl der Ortschaften bezieht sich auf Urteile des Verfassungsgerichtshofs sowie auf einen Anteil der gemischtsprachigen Bevölkerung von mindestens 17,5 Prozent.
Für Blatnik ist dieses Gesetz Ausdruck der Gemeinsamkeit und ein deutliches Signal für die Vorzüge der Mehrsprachigkeit. "In einem gemeinsamen Europa bedeutet Mehrsprachigkeit berufliche und wirtschaftliche Vorteile", so Blatnik, die sich sehr zufrieden zeigte, dass aus dem langwierigen Ortstafelstreit eine Ortstafellösung wurde. (Schluss) pl/rm/mp

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