Fachverband UBIT: Beratung ist Wachstumsmotor für Österreichs Wirtschaft

Unternehmensberater, Informationstechnologen und Buchhalter erzielten 2010 6Prozent des österreichischen BIP - Anstieg des Branchengesamtumsatzes um 9,7 Prozent

Wien (OTS/PWK545) - Die österreichischen Unternehmensberater, Informationstechnologen und Buchhalter haben laut aktuellem UBIT Radar der KMU Forschung Austria mit einem Branchengesamtumsatz von 17,20 Milliarden Euro im Geschäftsjahr 2010 einen Umsatzanstieg um 9,7 Prozent im Vergleich zum Vorjahr erwirtschaftet. In der Berufsgruppe Unternehmensberatung stieg der Umsatz 2010 im Durchschnitt um 10,3 Prozent auf 2,87 Milliarden Euro, bei den Informationstechnologen um 9,7 Prozent auf 12,94 Milliarden Euro und in der Berufsgruppe Buchhaltung um 8,4 Prozent auf 1,39 Milliarden Euro. "Wissensbasierte Dienstleistungen sind Konjunkturmotor und Wachstumstreiber für Österreichs Wirtschaft", betont Alfred Harl, Obmann des Fachverbandes Unternehmensberatung und IT der WKO (UBIT). "Unsere Mitglieder zeichnen für rund 6 Prozent des heimischen Bruttoinlandsprodukts 2010 verantwortlich und sorgen durch Investitionen in anderen Wirtschaftszweigen für branchenübergreifende Wertschöpfung." Allein die Informationstechnologen weisen im letzten Jahr eine Investitionsquote von 10,3 Prozent des Gesamtumsatzes aus. Bei den Unternehmensberatern beliefen sich die Investitionen auf 6,9 Prozent des Gesamtumsatzes, das Berufsfeld Buchhaltung kam auf 5,7 Prozent.

Umsatzwachstum durch mehr Beschäftigte

Bei den unselbstständig Beschäftigten ist ein Wachstum von 7,4 Prozent auf 64.515 Beschäftigte zu verzeichnen. Je Beschäftigtem (ohne freie MitarbeiteInnen) wurde in der Berufsgruppe Buchhaltung durchschnittlich ein Umsatz von Euro 49.256, in der Unternehmensberatung durchschnittlich ein Umsatz von Euro 113.966 und in der Informationstechnologie durchschnittlich ein Umsatz von Euro 123.310 erwirtschaftet und in Summe der knapp 10prozentige Anstieg des Branchengesamtumsatzes erzielt. Die Zahl der aktiven Mitglieder 2010 ist im Vergleich zum Vorjahr um 4,1 Prozent auf 37.740 gestiegen, wobei mehr als 80 Prozent der Mitgliedsbetriebe zu den Einpersonenunternehmen (EPU) zählen.
Der Großteil der Umsätze wird nach wie vor in Österreich erzielt, die Exporterlöse sind 2010 allerdings um 2,3 Prozent auf 3,34 Milliarden Euro gestiegen.
Gewerbliche Auftraggeber sind für alle Berufsgruppen weiterhin die wichtigste Kundengruppe.

Top 3-Umsatzbereiche nach Berufsgruppen

In der Berufsgruppe Unternehmensberatung wurde der größte Umsatzanteil - nämlich 36 Prozent - im Tätigkeitsbereich "Unternehmensführung/Managementberatung" realisiert. Gefolgt von 17,4 Prozent Umsatz in "Personalwesen (Human Resources), Personalentwicklung" und 16,5 Prozent, die auf "Organisation, Technik/Technologie, Logistik" entfielen.
Im Berufsfeld Informationstechnologie wurden 35 Prozent der Umsätze 2010 durch die "Entwicklung und Wartung von Individualsoftware" erzielt. Die "Entwicklung, Anpassung, Einführung und Wartung von Standardsoftware" machte 16 Prozent des Gesamtumsatzes aus, weitere 14 Prozent entfielen auf "IT-Beratung".
Die Berufsgruppe Buchhaltung erwirtschaftete 35 Prozent des Umsatzes 2010 mit "Geschäftsbuchhaltung". Die Erlöse aus "Einnahmen-Ausgaben-Rechnungen" lagen bei 25 Prozent und jene aus Lohnverrechnungen bei 20 Prozent des Umsatzes.

Positiver Ausblick für 2011

Die Auftragslage im ersten Quartal 2011 wurde von mehr als der Hälfte der Mitglieder als "sehr gut" oder "eher gut" bezeichnet. Für das erste Halbjahr 2011 werde daher, so Harl, von allen Berufsgruppen ein deutliches Umsatzwachstum erwartet: die Unternehmensberater rechnen mit einem Umsatzplus von 9,5 Prozent, die Informationstechnologen erwarten Zuwächse in der Höhe von 6,2 Prozent und die Berufsgruppe Buchhaltung rechnet mit 4,1 Prozent. "Die prognostizierten Umsatzzuwächse wirken sich positiv auf die gesamte Branche aus: laut KMU Forschung Austria wollen alle Berufsgruppen 2011 ihre Investitionen und ihren derzeitigen Personalstand signifikant erhöhen", zeigt sich der Fachverbandsobmann über das kontinuierliche Wachstum der Branche erfreut. "Diese Entwicklung ist ein klares Zeichen für die hohe Beratungsqualität und Nachfrage nach Beratungsleistungen heimischer Unternehmensberater, Informationstechnologen und Buchhalter."

Entwicklung 2010 im Fachverband UBIT (gesamt)

  • Umsatz: +9,7 %
  • Mitglieder: +4,1 %
  • Unselbständig Beschäftigte: +7,4 %
  • Exporterlöse: +2,3 %
  • Investitionen: 7,6 % des Umsatzes (Vorjahr: 9,2 %)
  • Ausbildungskosten: 1,3 % des Umsatzes (Vorjahr: 2 % )

Ausblick 2011

  • Beurteilung der aktuellen Ausgangslage: "eher gut"
  • Umsatzerwartung 1. Halbjahr 2011 (gegenüber 1. Halbjahr 2010): Unternehmensberatung: +9,5 % Informationstechnologie: +6,2 % Buchhaltung: +4,1 %
  • Personalplanung 1. Halbjahr 2011: Unternehmensberatung: +9,1 % Informationstechnologie: +10,8 % Buchhaltung: +4,6 %
  • Geplante Investitionen für 2011 (gegenüber 2010): Unternehmensberatung: +5,9 % Informationstechnologie: +13,7 % Buchhaltung: +11,7 %

Der Fachverband Unternehmensberatung und IT

Mit über 53.000 Mitgliedern gehört der Fachverband Unternehmensberatung und IT (UBIT) zu den größten und dynamischsten Fachverbänden der Wirtschaftskammer Österreich. Er nimmt die Interessen der Unternehmerinnen und Unternehmer aus den Bereichen Unternehmensberatung, Informationstechnologie und Buchhaltung wahr. Ziel ist es, berufsrelevante Rahmenbedingungen zu optimieren und dem Markt die Leistungen der Berufsgruppen zu kommunizieren. Mitglieder können umfangreiche Beratungs- und Serviceleistungen in Anspruch nehmen. Weitere Informationen auf http://www.ubit.at (JR)

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Fachverband Unternehmensberatung und Informationstechnologie (UBIT)
Mag. (FH) Christina Lukesch
Tel.: 05 90 900-4920
E-Mail: christina.lukesch@wko.at

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