FPÖ-Frigo: OECD-Studie zeigt große Mängel des Gesundheitssystems auf

Wiener Spitalsplan muss unverzüglich darauf angepasst werden

Wien (OTS/fpd) - Die jüngste OECD-Studie zeigt viele gesundheitspolitische Strukturfehler, insbesondere des Wiener Gesundheitssystems, auf. Zu viele Spitalsbehandlungen und stationäre Patientinnen und Patienten, keine adäquate ambulante Versorgung und viel zu wenig Vorsorgemedizin, so der FPÖ-Wien Gemeinderat, Mitglied im Gesundheitsausschuss, LAbg. Univ.Prof.Dr.Peter Frigo.

Der Wiener Spitalsplan - in der derzeitigen Form - Akutbetten abzubauen und ganze Spitäler wie das Kaiserin Elisabethspital in Pflegeheime umzuwidmen wird für die Wiener Bevölkerung ein gesundheitspolitisches Desaster. Denn mit dem Spital werden auch die Ambulanzen zugesperrt sodass eine Versorgung besonders am Wochenende zu einer hohen Patientinnen- und Patientenkonzentration auf einige wenige Spitalsambulanzen zwangsweise kommen muss. Auch ÄrzteGesmbHs werden ohne zusätzliche finanzielle Anreize am Wochenende - schon aus wirtschaftlichen Gründen - keinen Dienst versehen. Für die Patientinnen und Patienten bedeutet das vor allem lange Wartezeiten sowie für das medizinische Personal eine übermenschliche Belastung, so Frigo weiter.

So ist laut Ärztekammer die Burnout-Rate laut einer rezenten Studie bei männlichen Wiener Ärzten am höchsten in Österreich. Weiters muss eine Strukturreform der Ärzteausbildung erfolgen um den drohenden Fachärztemangel, der in wenigen Jahren durch eine altersbedingte Pensionierungswelle einsetzen wird, vorzubeugen. Auch hier muss der Spitalsplan auf diesen Trend hin korrigiert werden da ja derzeit die Ärzte und vor allem die Fachärzteausbildung im Spital stattfindet; weniger Spitäler bedeutet auch weniger Ausbildungsplätze, so Frigo.

Vorsorgemedizin wird von der Wiener Stadtregierung durch kurzfristige Sparpläne anstatt längerfristigen Konzepten abgebaut.
In der OECD-Studie ist Österreich beispielsweise führend in der Hepatitis-B Statistik, einer durch eine
einfache Impfung leicht vermeidbaren Erkrankung, die durch lange und teure Therapien das System belastet. Ähnlich verhält es sich mit der Impfung gegen Gebärmutterhalskrebs. Während das Land Niederösterreich, aber auch das Burgenland und Kärnten, die HPV-Impfung bereits fördert - so kostet in der Tagesklinik Gänserndorf beispielsweise eine Impfung statt 200.- Euro nur 90.-Euro (3 Teilimpfungen sind erforderlich) - muss man in Wien mit selbsternannten Gesundheitsexperten über die Sinnhaftigkeit einer solch wichtigen Impfung debattieren - wo wir in Österreich bereits das Schlusslicht in der EU bei der HPV-Impfung sind, kritisiert Frigo.

Die FPÖ fordert daher eine Wiener Spitalsreform die auf die Bedürfnisse der Wienerinnen und Wiener Rücksicht nimmt und vor allem alle Aspekte der gesundheitspolitischen Trends beinhaltet, so Frigo abschließend. (Schluss)paw

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