Heinisch-Hosek: SPÖ Frauen werden gegen rechte Männerbünde angehen und aufzeigen, dass FPÖ für Frauen unwählbar ist

Jochmann war Vorkämpferin für mehr Frauen in der SPÖ - Noch immer zu wenige Frauen in der Politik

Wien (OTS/SK) - Bei einer Festsitzung des "Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/innen" in Zusammenarbeit mit den SPÖ Frauen anlässlich des 110. Geburtstags von Rosa Jochmann würdigte SPÖ-Bundesfrauenvorsitzende und Frauenministerin Gabriele Heinisch-Hosek am Dienstag das Lebenswerk der großen Sozialdemokratin und kündigte an, dass die SPÖ Frauen sich verstärkt gegen rechte Männerbünde engagieren wollen. "Das Verteidigen der Demokratie haben wir sozialdemokratische Frauen uns vor allem für den Wahlkampf 2013 vorgenommen. Frauenrechte gegen rechte Männerbünde, damit wollen wir dem gerecht werden, wofür Rosa Jochmann gekämpft hat", sagte Heinisch-Hosek. Damit wollen die SPÖ Frauen aufzeigen, dass die FPÖ unwählbar sei. ****

Rosa Jochmann sei auch eine große Vorkämpferin dafür gewesen, dass die Frauen in der Politik auch entsprechend vertreten sind. "Rosa Jochmann hat damals schon gefordert, dass mehr Frauen in die Politik sollten. Ja, das fordere ich heute auch noch. Wir sind noch immer zu Wenige für das, was wir können und gemessen an dem, wie sehr wir uns in der Sozialdemokratie engagieren", sagte Heinisch-Hosek.

Heinisch-Hosek wies auf den familiären Hintergrund und den Werdegang Jochmanns hin, die Bundesfrauen-Vorsitzende, sowie Vorsitzende des Bundes Sozialdemokratischer Freiheitskämpfer/innen, Opfer des Faschismus und aktiver Antifaschist/innen, und Nationalratsabgeordnete sowie Mitglied des SPÖ-Vorstands war. Jochmann war eines von sechs Kindern aus einfachen Verhältnissen, sie musste schon früh ihre Mutter pflegen und später auch die Verantwortung für ihre jüngeren Geschwister übernehmen, wodurch ihr Berufswunsch, nämlich Lehrerin zu werden, nicht in Erfüllung ging. Rosa Jochmann wurde Fabrikarbeiterin, engagierte sich dort als Betriebsrätin und bildete sich nach einem harten Arbeitstag weiter, um den ersten Lehrgang der Arbeiterhochschule in Wien besuchen zu können. 1933 wurde Rosa Jochmann, die am 19.7.1901 geboren wurde, als jüngstes Mitglied in den Parteivorstand gewählt.

Jochmann hat sich bei ihrem gewerkschaftlichen Engagement vor allem um die Verbesserung der Situation der Frauen in den Betrieben gekümmert, und um die Einsetzung von Gesundheitskontrollen durch den Gewerbsärztlichen Dienst. Die Arbeitsbedingungen waren häufig gesundheitsschädlich und gefährlich, der 13-Stunden-Tag war gang und gäbe, ebenso Nachtschichten und Kinderarbeit. "Das Wort 'Unrecht' war Rosa Jochmann eines der wichtigsten Worte. Sie wollte nicht, dass jemandem ein Unrecht zuteil wird und sie bekämpfte es, wenn ihr Unrecht zuteil wurde", sagte Heinisch-Hosek.

Nach der Zeit des Faschismus und dem Krieg - Jochmann war 1939 von der Gestapo verhaftet und 1940 in das KZ Ravensbrück überführt worden - stand das Motto "Nie wieder Faschismus" im Vordergrund der Arbeit der SPÖ-Frauen, für die Jochmann als Generalsekretärin tätig war. Die Friedensarbeit war zentrales Thema und das Verweisen auf die Bedeutung der Atombombe für die Zukunft der gesamten Welt. "Und heute macht sich unser Bundeskanzler mit engagiertem Lobbying dafür stark, dass der Ausstieg aus dem Atomsstrombezug möglich gemacht wird. Der nächste Schritt muss sein, dass auf Atomenergie weltweit gänzlich verzichtet wird", betonte Heinisch-Hosek.

Rosa Jochmann verstarb am 28. Jänner 1994 in Wien. "Ich verneige mich mit tiefem Respekt vor dieser großartigen Frau", sagte Heinisch-Hosek. (Schluss) up/mb

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