FremdwährungskreditnehmerInnen leiden unter starkem Schweizer Franken

AKNÖ rät: "Umsteigen auf monatliche Kapitaltilgung"

Wien (OTS) - Der Schweizer Franken wird immer stärker. All jenen Häuslbauern, die einen Fremdwährungskredit in Schweizer Franken haben, rät die AKNÖ deshalb zum Umstieg vom endfälligen Kredit auf eine monatliche Kapitaltilgung.

Der Schweizer Franken ist im Höhenflug. Fast täglich wird sein Kurswert im Vergleich zum Euro nach oben korrigiert. Womöglich wird er schon bald mit dem Euro auf gleicher Höhe sein, so die Prognose der Experten. Wie sich diese Entwicklung auf dem Finanz- und Währungsmarkt auch auf die Niederösterreichischen Häuslbauer auswirkt, weiß AKNÖ-Konsumentenexperte Ernst Hafrank: "Wegen dem starken Schweizer Franken steigt gleichzeitig der buchmäßige Euro-Schuldenberg unserer FremdwährungskreditnehmerInnen. Sie geraten dadurch immer mehr unter Druck." Wenn zusätzlich der Tilgungsträger zur Abdeckung des Kredites, meist eine fondsgebundene Lebensversicherung oder Wertpapierdepots, zu wenig Ertrag erwirtschaftet, wird die finanzielle Lücke immer größer.

Haneder: "Aus für endfällige Kredite"

Will man den Fremdwährungskredit nicht aufgeben, rät Hafrank jedenfalls zum Umstieg von einer endfälligen Kreditvariante auf eine monatliche Kapitaltilgung. "Durch die Umstellung auf eine monatliche Kapitaltilgung ist die Kreditrückzahlung zum vereinbarten Laufzeitende garantiert. Bei der endfälligen Variante ist man hingegen vom Ertrag des gewählten Tilgungsträgers abhängig. Dieser liegt allerdings in den meisten Fällen weit hinter den Erwartungen", so Hafrank.
Für den bestehenden Tilgungsträger gibt es zwei Möglichkeiten: Dieser kann aufgelöst und das erwirtschaftete Geld als Sondertilgung auf das Kreditkonto eingezahlt werden. Oder man entscheidet sich für eine Stilllegung des Tilgungsträgers. In diesem Fall wird das bestehende Guthaben bei Fälligkeit des Kredits als letzte Rate angerechnet und die Differenz monatlich zurückbezahlt. Das Hauptargument der Banken, dass es durch den massiven Kursanstieg des Franken zu einer Unterbesicherung des Kredites komme, werde laut Hafrank durch die monatliche Kapitaltilgung ebenfalls entkräftet. Voraussetzung für die Umstellung auf monatliche Kapitaltilgung ist allerdings in allen Fällen die finanzielle Leistbarkeit.

Um die Situation der FremdwährungskreditnehmerInnen nachhaltig zu entschärfen, fordert die AKNÖ schon seit Langem das Aus für endfällige Kredite: "Die Vergabe von endfälligen Finanzierungen, egal in welcher Währung, muss zum Schutz der KonsumentInnen eingestellt werden", fordert AKNÖ-Präsident Hermann Haneder.

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AKNÖ-Konsumentenberatung
Ernst Hafrank
Tel.: 01/58883-1310

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