• 14.07.2011, 11:54:45
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Grüne Wien: Kultursprecher Klaus Werner-Lobo unterstützt Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien

Für Religions- und Meinungsfreiheit sowie eine klare Trennung von Staat und Kirche

Wien (OTS) - Der Kultur- und Menschenrechtssprecher der Grünen
Wien, Klaus Werner-Lobo, erklärte heute seine Unterstützung für das
Volksbegehren gegen Kirchenprivilegien, welches noch bis zum 15.
Oktober auf allen Wiener Bezirksämtern unterschrieben werden kann.
"Religions- und Meinungsfreiheit gehören zu den höchsten Gütern einer
demokratischen Gesellschaft. Das muss in Zeiten grassierender
Islamophobie insbesondere auch den Schutz religiöser Minderheiten
einschließen", so Werner-Lobo. "Gleichzeitig aber müssen in einer
laizistischen Gesellschaft alle Privilegien von Kirchen und
Religionsgemeinschaften gegenüber Konfessionslosen abgeschafft
werden."

So fordern die Grünen etwa seit langem, dass zum Beispiel
Alternativschulen die gleiche öffentliche Förderung genießen sollen
wie die Schulen staatlich anerkannter Religionsgemeinschaften. "In
einer aufgeklärten Gesellschaft des 21. Jahrhunderts ist nicht
einzusehen, dass eine Glaubensgemeinschaft etwa in Fragen der
Steuerfreiheit, durch öffentliche Förderungen oder bei der Zivil- und
Wehrdienstpflicht mehr Privilegien genießt als Konfessionsfreie und
zivilgesellschaftliche Gruppen. Besonders bedenklich ist das dann,
wenn einzelne Religionsgemeinschaften noch immer gegen die völlige
rechtliche und gesellschaftliche Gleichstellung von Frauen, von
Schwulen, Lesben und Transgender Personen oder gegen Errungenschaften
wie die Fristenlösung lobbyieren.

Der grüne Kultursprecher gratuliert in diesem Zusammenhang dem
Mitinitiator des Volksbegehrens Niko Alm für seine intelligente und
witzige Form, Aufmerksamkeit für dieses wichtige Anliegen zu
schaffen: "Die sogenannte subversive Affirmation - in diesem Fall
durch das Nudelsieb als 'religiöses' Symbol - ist eine Kunstform, die
durch Überzeichnung einer absurden Situation öffentliche
Aufmerksamkeit auf eine politischen Missstand lenkt, den es dringend
abzuschaffen gilt."

Rückfragehinweis:
Pressereferat
Tel.: (+43-1) 4000 - 81814
mailto:presse.wien@gruene.at
http://wien.gruene.at

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