- 14.07.2011, 09:04:07
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Wenn Dicksein krank macht, ist professionelle Hilfe angesagt!
Das Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien hat für jede Patientin und jeden Patienten die geeignete Behandlungsmethode.
Wien (OTS) - "Die Dicken sind ja selber schuld!" - So oder ähnlich
äußern sich oftmals die Schlanken, also jene, die dem heute gängigen
Schönheitsideal entsprechen, über ihre übergewichtigen Mitmenschen.
Dass die Ursachen für Fettleibigkeit aber oft vielschichtiger sind
und lange Vorgeschichten haben, wird dabei meist übersehen. Zudem
werden die von morbider Adipositas betroffenen Menschen immer jünger.
Bringt man einmal deutlich mehr Kilos auf die Waage als dem
Normalgewicht entspricht, braucht man beim Abnehmen Unterstützung.
Dafür gibt es keine Einheitsmethode - eine individuelle Therapie muss
auf die Bedürfnisse jeder einzelnen Patientin und jedes einzelnen
Patienten eingehen.
Genau das wird im Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien auch
gemacht. Die Behandlung adipöser Patientinnen und Patienten (also mit
einem Body Mass Index über 30) stellt einen Schwerpunkt der im Haus
gelebten Teammedizin dar. In einem Team von Internisten, Chirurgien,
Anästhesisten, Klinische Psychologinnen, Physiotherapeuten,
Ernährungsberatern und Plastischen Chirurgen wird das Übergewicht der
oftmals sehr jungen Patienten bekämpft. Dabei soll die jeweils
geeignete Methode gefunden werden - und das muss nicht immer gleich
eine Operation sein.
Prim. Univ.-Prof. Dr. Mag. Alexander Klaus, Leiter der chirurgischen
Abteilung, unterstreicht die Bedeutung der Teammedizin: "Man muss
sich genau anschauen, welche Patienten von einer Operation
profitieren und bei welchen Patienten man zuerst einmal an einem
anderen Punkt ansetzen muss. Gerade die enge Zusammenarbeit mit den
anderen Fachrichtungen im Haus ermöglicht eine vielfältige
Sichtweise. So kann man die optimale Therapie herauskristallisieren -
und der Therapieerfolg gibt uns recht."
Auch psychosomatische Aspekte der Adipositas dürfen bei der
Therapieplanung nicht übersehen werden, betont Mag. Nina Sulz-Lehar,
Leiterin der Klinischen Psychologie des Krankenhauses: "Die
psychische Komponente der Adipositas kann sehr vielschichtig sein. Im
Wesentlichen werden drei Aspekte unterschieden: psychische Faktoren,
die zur Entwicklung der Adipositas wesentlich beigetragen haben,
psychische Symptome als Folge der Adipositas (bspw. depressive
Reaktion) und psychische Faktoren, die das Essverhalten steuern
(bspw. Essen als Mittel zur Stressbewältigung). Für eine erfolgreiche
Adipositastherapie ist es wichtig, auch diese Aspekte gemeinsam mit
dem Patienten zu beleuchten."
Aber auch die Internisten heben die Vorteile der engen Zusammenarbeit
hervor: "Im Sinne der für uns neben der Behandlung von
kardiovaskulären Erkrankungen in gleicher Weise angestrebten
Prävention stellen die chirurgischen Möglichkeiten zur Behandlung der
Adipositas und der damit verbundenen Stoffwechselstörungen einen
zusätzlichen, wesentlichen Bestandteil in der interdisziplinären
Betreuung dieser Erkrankung dar", erklärt Prim. Dr. Martin Frömmel,
Leiter der I. Medizinischen Abteilung (mit den Schwerpunkten
Kardiologie und Diabetologie) des Krankenhauses.
Sollte eine Operation notwendig werden, stehen den Spezialisten im
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern unterschiedliche Methode zur
Verfügung. Hier kommt die enge Zusammenarbeit und Abstimmung mit den
Anästhesisten zum Tragen.
"Der anhaltende OP-Erfolg ist aber auch wesentlich von einer guten
Nachbetreuung abhängig", erklärt Prim. Klaus. Diese ist im
Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien inbegriffen. Es geht
darum, die Patienten auf ihrem Weg zu begleiten und als ihr
Ansprechpartner zur Verfügung zu stehen. Das unterstreicht auch
Elisabeth Jäger, selbst Betroffene und Leiterin der Selbsthilfegruppe
Adipositas: "Die Adipositas-Selbsthilfegruppen sind sehr auf die enge
Zusammenarbeit mit den Krankenhäusern und den Adipositas-Chirurgen
stolz. Denn diese Zusammenarbeit ist wichtig, um den Betroffenen ihre
Entscheidung leichter zu machen. Gerade sehr genaue Informationen -
die oft über die Möglichkeiten der Adipositas-Selbsthilfegruppen
hinaus gehen - sind für die adipösen Menschen von immenser
Wichtigkeit. In meiner Eigenschaft als Österreich-Sprecherin der
Adipositas-Selbsthilfegruppen ist es eine richtige Freude für mich,
über die enge Kooperation unter anderem auch mit dem Krankenhaus der
Barmherzigen Schwestern Wien sprechen zu können. Hier werden die
Betroffenen nicht nur wie mündige Ansprechpartner, sondern vor allem
wie "richtige Menschen", eben sehr menschlich behandelt. Das gebe ich
den Menschen, die sich an uns wenden immer mit, wenn ich sage: "So
eine Magen-OP ist nur eine Krücke, aber gehen müssen wir schon
selber!"
In einer eigenen Adipositasambulanz im Krankenhaus der Barmherzigen
Schwestern Wien jeweils donnerstags von 08.00 bis 09.00 Uhr werden
die Patienten beraten und über die bestehenden Möglichkeiten
informiert. Täglich in der Zeit von 10.00 bis 16.00 Uhr kann man sich
einen Termin für die Adipositasambulanz ausmachen: Tel. +43 1 599 88
- 3233.
Bildmaterial finden Sie unter www.vinzenzgruppe.at/presse
Rückfragehinweis:
Mag. Angela Jaksch Leiterin Kommunikation Krankenhaus der Barmherzigen Schwestern Wien Stumpergasse 13, 1060 Wien Tel.: +43 1 599 88 - 3176 Mobil: +43 664 819 09 04 E-Mail: angela.jaksch@bhs.at Web: www.bhs-wien.at
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