Baustellendatenbank: Ein weiterer Meilenstein gegen Lohn- und Sozialdumping!

Die Bausozialpartner begrüßen den heutigen Parlamentsbeschluss im Kampf gegen unfaire Konkurrenz

Wien (OTS/ÖGB/GBH) - Mit der Einführung der Baustellendatenbank ist es den Kontrollbehörden nun möglich, in Zusammenarbeit mit der Bauarbeiter-Urlaubskasse (BUAK) und dem Arbeitsinspektorat, Baustellen gezielt zu prüfen. ++++

"Mit diesem Gesetz ist die Regierung einer Forderung der Bausozialpartner nachgekommen", freut sich Bundesinnungsmeister Hans-Werner Frömmel. "Die Baustellendatenbank ist ein wichtiges Instrument zur Kontrolle von illegaler Erwerbstätigkeit sowie von Lohn- und Sozialdumping".

Durch die erweiterte Dienstleistungsfreiheit drängen seit 1. Mai 2011 verstärkt ausländische Unternehmen mit zum Teil unmoralischen Angeboten auf den österreichischen Markt. Die Bausozialpartner (Gewerkschaft Bau-Holz, Bundesinnung Bau, Stein- und Keramische Industrie) betonen, dass österreichische Betriebe die Konkurrenz der ausländischen Anbieter keineswegs scheuen. Ein fairer Wettbewerb ist jedoch nur unter gleichen Rahmenbedingungen möglich.

Bewusstseinsinitiative "Bau auf A!" im Juni gestartet

Zur Sicherung eines fairen Wettbewerbes und zum Schutz der Konsumenten haben die Bausozialpartner mit Unterstützung von GLOBAL 2000 die Initiative "BAU auf A!" ins Leben gerufen. Die Initiative gibt eine Hilfestellung bei der Vergabe von Bauaufträgen und zeigt die Vorteile österreichischer Unternehmen auf. "BAU auf A!" steht aber auch für umweltbewusstes und gesundes Bauen mit heimischen Firmen.

Weitere Maßnahmen sind laut Bausozialpartner dringend notwendig

Die Bausozialpartner fordern eine verstärkte Betonung des Bauführers in den Bauordnungen, Bankgarantien zur Sicherung der Abgabenabfuhr durch ausländische Unternehmer, Präqualifikationsverfahren sowie Unbedenklichkeitsbescheinigungen. Nur so ist ein fairer Wettbewerb möglich. Ein weiteres Problem sind die beschränkten Zugriffsmöglichkeiten der Organe in den neuen EU-Ländern. Hier müssen die Vollstreckungsmöglichkeiten im Entsendestaat dringend forciert werden.

"Unterentlohnung und somit einen unfairen Wettbewerb darf es in Österreich nicht geben. Daher werden wir Bausozialpartner nicht müde, auch in Zukunft Vorschläge gegen Lohn- und Sozialdumping auszuarbeiten und einzubringen. Die Verursacher - egal ob Auftraggeber oder Arbeitnehmer - können sich in Zukunft warm anziehen", verspricht der Baugewerkschafter und Abg. z. NR Josef Muchitsch abschließend.

Rückfragen & Kontakt:

Gewerkschaft Bau-Holz-Presse,Thomas Trabi
Tel. 0664/614 55 17, thomas.trabi@gbh.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NGB0004