Glaser dankt Bund für Jubiläumsgabe an das Burgenland

Vier Millionen Euro für Beschäftigungs-, Kultur- und Bildungsprojekte - Beachtlicher Aufschwung des Burgenlandes trotz schmerzhafter Geschichte

Wien (OTS/ÖVP-PK) - Einen herzlichen Dank richtete ÖVP-Abg. Franz Glaser an die Abgeordneten des Nationalrats, die anlässlich des 90-jährigen Bestehens des Burgenlandes heute, Freitag, einstimmig eine Jubiläumsgabe von vier Millionen Euro beschlossen haben. "Dank dieser Zustimmung wird der Bund diese Summe an das Burgenland überweisen, das damit im heurigen Jubiläumsjahr Beschäftigungs-, Kultur- und Bildungsprojekte finanziert", erläuterte Glaser.

Das Burgenland habe in seinen 90 Jahren eine gute Entwicklung genommen, die angesichts der schmerzhaften Jahre des Werdens nicht selbstverständlich war. "Die Konflikte 1921 haben Tote und Verletzte gefordert. Aus vier ungarischen Komitaten, deren Infrastruktur zuvor nach Budapest ausgerichtet war, musste von Null weg ein Bundesland zusammenwachsen", erinnerte Glaser.

"Wie groß die Not war, zeigt das enorme Ausmaß der Auswanderung. In der Zwischenkriegszeit wanderten gesicherten Daten zufolge 25.000 Landsleute allein nach Amerika aus. Die Dunkelziffer lag noch viel höher. Trotz dieses Aderlasses und des Kriegs begann nach der Besatzungszeit ein beispielhafter Aufschwung. Mit dem Fall des Eisernen Vorhangs 1989 und dem EU-Beitritt Österreichs 1995 bekam das Burgenland neue Impulse, die es endgültig an das strukturelle Niveau der anderen Bundesländer heranführten", stellte Glaser fest.

"Heute hat das Burgenland im neuen Europa einen neuen Stellenwert bekommen. Die Nachbarn Ungarn, Slowenien und die Slowakei sind der EU und dem Schengen-Abkommen beigetreten. Aufgrund unserer Geschichte haben wir die Verpflichtung und die Chance, einen Beitrag zur Völkerverständigung zu leisten und damit zu Wohlstand und Frieden beizutragen", betonte Glaser.

Kultureller Schwerpunkt Franz Liszt

Es sei ein schöner Zufall, dass gerade im Jubiläumsjahr des großen Burgenländers, Ungars und Europäers Franz Liszt gedacht wird, der vor 200 Jahren geboren wurde. "Daher wird auch ein Teil der Jubiläumsgabe Projekten gewidmet sein, die mit diesem Gedenken in Verbindung stehen", fügte Glaser hinzu.

Er erinnerte auch an die Ausstellung "90 Jahre - 90 Geschichten", die heuer im Landesmuseum in Eisenstadt gezeigt wird. "Sie zeigt Schicksale und Erinnerungen von Burgenländern, die im selben Jahr geboren wurden wie ihr Heimatland", so Glaser.
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