Wirtschaftsbericht 2011 - Bundeskanzler Faymann: Mehr auf Wettbewerbsfähigkeit Europas achten

Österreich hat in Krise erfolgreich Balance gewahrt zwischen Sparsamkeit, Wettbewerbsfähigkeit und sozialem Ausgleich

Wien (OTS/SK) - Ein Plädoyer für das Projekt Europa, für das es auch einen "längeren Atem" brauche, hielt Bundeskanzler Werner Faymann bei der Präsentation des Wirtschaftsberichtes 2011 am Freitag in der Hofburg. Es sei "alternativlos", man müsse "mit mehr Nachhaltigkeit" an diesem sozialen und wirtschaftlichen Projekt arbeiten, betonte der Bundeskanzler. Insbesondere sei es notwendig, mehr auf die Wettbewerbsfähigkeit Europas zu achten. Dies gelte auch für die Krisenbewältigung in Griechenland. "Die Krise haben jene Länder wie Deutschland und Österreich am besten bewältigt, die nicht nur mit Kürzungen reagiert haben, sondern die Balance gewahrt haben und auch auf Wettbewerbsfähigkeit gesetzt haben." ****

Angesichts der Daten des Wirtschaftsberichtes verwies Faymann auf die vorbildhaft gute Zusammenarbeit in Österreich. Während es in anderen Ländern Proteste und Streiks gebe, habe Österreich in der Krise auch auf den sozialen Ausgleich gesetzt, etwa bei der Steuerreform oder bei Maßnahmen für Mindestpensionisten. Andere Länder hätten vor allem mit Kürzungen reagiert; am erfolgreichsten haben die Krise aber Staaten wie Deutschland und Österreich bewältigt, die besonders auch auf die Wettbewerbsfähigkeit gesetzt haben.

Die mangelnde Wettbewerbsfähigkeit sei auch eines der Hauptprobleme in anderen Ländern Europas. "Wir haben nichts davon, wenn man weiter Bürokratie abbaut, aber gleichzeitig die Zahlungsbilanz immer schlechter wird", so Faymann. Man brauche zwei Standbeine:
Sparsamkeit und Wettbewerbsfähigkeit. Europa müsse generell im internationalen Vergleich wettbewerbsfähiger werden, dies sei eine "gemeinsame Kraftanstrengung", für die es auch "einen längeren Atem" und "mehr Nachhaltigkeit" benötige, betonte der Bundeskanzler. Es werde noch die Aufgabe unserer Kinder und Enkelkinder sein, dieses Projekt Europa so zu verfolgen, dass in Europa die besten Lebensbedingungen vorherrschen. Forderungen wie der Austritt aus der EU oder ein "Rausschmiss" aus der Euro-Zone seien schlicht "unsinnig". "Wir können stolz sein, was wir als Österreich für das Projekt Europa leisten", so der Bundeskanzler.

An der Präsentation des Wirtschaftsberichts 2011, der eine Bilanz sowie auch eine Vorausschau auf die wirtschaftspolitischen Herausforderungen für Österreich enthält, nahmen neben dem Bundeskanzler u.a. auch Infrastrukturministerin Doris Bures, Finanzministerin Maria Fekter und Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner teil. (Schluss) ah/sv

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0004