Caritas zu Pflegefonds-Beschluss: Erster Schritt in die richtige Richtung

Generalsekretär Bodmann: Solidarische und nachhaltige Pflegereform nötig

Wien (OTS) - "Der Pflegefonds ist ein erster Schritt in die
richtige Richtung, weitere Schritte müssen folgen", so Alexander Bodmann, Generalsekretär der Erzdiözese Wien, zum Pflegefonds-Beschluss im Nationalrat. Positiv beurteilt er die Zusammenlegung der Zuständigkeit für Pflegegeld auf Bundesebene ab 2012. Durch das Pflegefondsgesetz werden aber lediglich die Kostensteigerungen der Länder und Gemeinden bis einschließlich 2014 abgedeckt. "Darum gilt es, rasch eine solidarische und nachhaltige Reform auf die Beine zu stellen", appelliert Bodmann an die politisch Verantwortlichen.

Im Hinblick darauf fordert der Caritas Generalsekretär erneut österreichweit einheitliche Standards und Leistungen für alle Betroffenen. Hier brauche es aus Caritassicht leistbare und flexible Angebote und einen bundesweit einheitlichen Rechtsanspruch auf bestimmte Leistungen. Unterschiede und Ungerechtigkeiten zwischen den Kostenbeiträgen für Leistungen in den einzelnen Bundesländern müssen beseitigt werden. Weiters plädierte Bodmann, das "Risiko Pflege" mittels solidarischer Finanzierung abzusichern. Eine reformierte, zweckgebundene Erbschaftsteuer darf hier kein Tabu sein. Auch müsse die Sachleistungsfinanzierung aus der Sozialhilfelogik herausgelöst werden.

Dringenden Handlungsbedarf sieht Bodmann bei einer Förderung pflegender Angehöriger als "größter Pflegedienst" Österreichs. Der Pflegefonds sollte neben Leistungen für die Pflegebedürftigen auch Leistungen für pflegende Angehörige wie Angehörigenberatung, soziale Absicherung und Entlastungsangebote umfassen. Reformbedarf bestehe auch bei der Pflegegeldeinstufung. Neben einer österreichweit einheitlichen und transparenten Pflegegeldeinstufung fehlt es an einer nachvollziehbaren Einstufung von Kindern mit Behinderungen sowie einer entsprechenden Berücksichtigung der Situation von Menschen mit Demenzerkrankungen.

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