GPA-djp: Ungarische Medienpolitik erfordert internationales Handeln

Regierung Orban erfüllt mit Massenkündigung von JournalistInnen schlimmste Erwartungen

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) "Die rechtskonservative Regierung von Ministerpräsident Viktor Orbán erfüllt die schlimmsten Erwartungen und liefert die traurige Bestätigung, wie berechtigt die Warnungen vor ihren medienpolitischen Vorgaben waren", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian die Kündigung von rund 400 JournalistInnen des öffentlich-rechtlichen ungarischen Rundfunks: "Jetzt ist erst recht verstärkte internationale Solidarität gefordert, denn dass mit der Kündigungswelle so lange gewartet wurde, bis die ungarischen EU-Präsidentschaft zu Ende ist, zeigt, dass es Orban und seinen Erfüllungsgehilfen keineswegs gleichgültig ist, wie ihr Handeln im Ausland wirkt".++++

Der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs ORF und Töchter in der GPA-djp, ORF-Redakteursratsvorsitzender Fritz Wendl weist daraufhin, dass es "natürlich keineswegs ein Zufall ist, dass die ungarische Regierung derart massiv gegen JournalistInnen des öffentlich-rechtlichen Rundfunks vorgeht. Der Zustand des öffentlich-rechtlichen Rundfunks ist immer und überall ein zuverlässiger Gradmesser für den Zustand der Demokratie eines Landes". Und Wendl fordert auch: "Die EU darf dem Treiben Orbans nicht tatenlos zusehen, die Medienfreiheit muss als tragende Säule für das Funktionieren einer Demokratie gesichert und ausgebaut werden. Einschränkungsversuche, egal welcher Art und wo, müssen entschiedenst bekämpft werden".

Der Vorsitzende der Journalistengewerkschaft in der GPA-djp, Franz C. Bauer, erinnerte daran, dass sich dem Solidaritätsaufruf der österreichischen JournalistInnen mit ihren ungarischen KollegInnen vor wenigen Monaten anlässlich des Beschlusses des üblen ungarischen Mediengesetzes spontan weit mehr als 1000 UnterstützerInnen angeschlossen hatten. "Darauf lässt sich hervorragend aufbauen. Wir werden weiterhin alles daransetzen, wirksame Solidarität mit den ungarischen Medienschaffenden zu zeigen und zu leben!"

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