Wirtschaftsbericht 2011 - Bundeskanzler Faymann: "Österreich ist Modellregion in Europa"

Präsentation in der Hofburg

Wien (OTS) - "Die Zusammenarbeit in Österreich ist vorbildlich, dafür werden wir in anderen Ländern beneidet. Der Wirtschaftsbericht 2011 spiegelt das wider", sagte Bundeskanzler Werner Faymann heute, Freitag, bei der Präsentation des Berichtes, den er gemeinsam mit Finanzministerin Maria Fekter, Infrastrukturministerin Doris Bures und dem Herausgeber des Berichts, Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner, vorstellte. "Länder wie Österreich und Deutschland, die nicht nur auf rigoroses Kürzen und Sparen gesetzt haben, haben die Krise am besten bewältigt. Wir haben die Balance gewahrt, indem wir neben einer sparsamen Ausgabenpolitik auch die Wettbewerbsfähigkeit und die Kaufkraft angekurbelt haben. Österreich hat es auch geschafft, seine Wettbewerbsfähigkeit zu erhöhen, das zeigt sich im Export", so der Kanzler.

"Österreich hat in der Wirtschaftskrise nicht versucht, gesellschaftliche Gruppen gegeneinander auszuspielen. Wir wollten auch nicht, dass die Hoffnung in den Staat erschüttert wird. Vielmehr haben wir der Kaufkraft und dem sozialen Ausgleich große Bedeutung zugemessen", sagte Bundeskanzler Faymann. Andere Länder hätten unter anderem nicht nur große Probleme wegen der enormen Schuldenlast, sondern auch wegen mangelnder Wettbewerbsfähigkeit. Das sei mitunter auch der Grund, weshalb sich Europa so unterschiedlich entwickle. "Wir müssen also vor allem auf die Wettbewerbsfähigkeit achten, dabei aber auch bedenken, dass wir diese Unterschiede in Europa nicht von heute auf morgen beseitigen können. Das erfordert unser aller gemeinsames Handeln und eine sichere Hand innerhalb der Europäischen Union."

Bundeskanzler Faymann freute sich über diesen durchwegs positiven Wirtschaftsbericht: "Wir müssen stolz sein auf jene Maßnahmen, die wir gesetzt und die geholfen haben. Der Wirtschaftsbericht zeigt, dass es in vielen Bereichen sehr gut gelaufen ist. Österreich hat während der Krise nicht zugeschaut, sondern agiert." Die Wirtschaft und die Politik müssten gemeinsam dafür sorgen, dass Österreich in Europa und international wettbewerbsfähig bleibt.

In der Vergangenheit hätten derartige Krisen oft zu Radikalismus, Nationalismus bis hin zu Kriegen geführt, doch die Europäische Union sei ein Garant dafür, dass solche Entwicklungen keinen Boden fänden. "Wir haben aus der Vergangenheit gelernt und die Europäische Union als Friedensprojekt aufgebaut. Jetzt gilt es mit längerem Atem und im Sinne der Nachhaltigkeit das Projekt Europa zu gestalten. Wir wollen dabei die Europäische Union aber nicht schönreden. Österreich hat als Modell-Region in Europa auch viele Standards, die oft verteidigt werden müssen. Dennoch wollen wir auf europäischer Ebene ein gemeinsames, soziales und nachhaltiges Wirtschaftsprojekt", so Bundeskanzler Faymann.

"Wir müssen daher Reformen vorantreiben und eine aktive Rolle in der Gestaltung übernehmen. Bei allen politischen und ideologischen Unterschieden müssen wir die Gemeinsamkeit in den Vordergrund stellen", sagte der Bundeskanzler abschließend und bedankte sich noch einmal für die gute Zusammenarbeit.

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