Industrie zu Wirtschaftsbericht: Wachstumsphase für strukturelle Veränderungen nutzen

IV-GS Neumayer: Strukturreformen unumgänglich - Aufschwung für forcierte Budgetkonsolidierung nutzen - Neue Steuern kosten Arbeitsplätze - Industrie trägt drei Viertel des Aufschwungs

Wien (OTS/PdI) - "So sehr die aktuelle wirtschaftliche Situation erfreulich sein mag, so ist unser Wachstum keineswegs langfristig abgesichert", warnte der Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV) Mag. Christoph Neumayer vor zu viel Euphorie angesichts des heute, Freitag, präsentierten Wirtschaftsberichtes der Bundesregierung. "Mit einer Exportintensität von 56 Prozent ihrer gesamten Umsätze trägt die Industrie direkt und indirekt drei Viertel des heimischen Aufschwungs seit 2009. Da sich die Exporterfolge der vergangenen 12 Monate zunehmend in steigende Unternehmensinvestitionen übersetzen, können wir von einem sich selbst tragenden Aufschwung ausgehen", so Neumayer.

Problematisch sei, dass Österreich derzeit "im Windschatten der globalen Konjunktur" wachse, wie Neumayer betonte. "Dieser Erfolg darf nicht darüber hinwegtäuschen, dass unser eigenes Wachstumspotenzial auf einen jährlichen Wert von deutlich unter zwei Prozent gesunken ist. Sich angesichts des Aufschwungs zurückzulehnen oder an das Verteilen neuer Geschenke zu denken, wäre fahrlässig und eine Gefährdung der Zukunft dieser und der kommenden Generationen. Wir müssen die aktuell gute Lage vielmehr unbedingt dazu nutzen, um hier entscheidend gegenzusteuern und das Budget zu konsolidieren. Der Industrie- und Arbeitsstandort braucht dringend nachhaltige und strukturelle Reformen insbesondere in den Bereichen Bildung, Pensionen, Verwaltung und Gesundheit", forderte der IV-Generalsekretär.

Österreich habe nicht zuletzt durch seine starke industrielle Basis die Krise besser als andere Staaten meistern können und profitiere nun von der Durchsetzungskraft heimischer Unternehmen auf den expandierenden Weltmärkten. Über die Erhöhung bestehender oder die Einführung neuer Steuern dürfe hingegen "im Hochsteuerland Österreich nicht einmal geredet werden, bevor wir nicht konsequent alle Einsparungspotenziale gehoben haben. Neue Steuern kosten Arbeitsplätze", betonte Neumayer.

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