Fekter zum Wirtschaftsberichts 2011: "Brauchen soliden Staatshaushalt und funktionierendes Währungs- und Finanzsystem."

"Derzeit zahlen wir pro Stunde rund eine Million Euro alleine für die Zinsen der Schulden der Vergangenheit. Das ist eindeutig zu viel!"

Wien (OTS) - Anlässlich der heutigen Präsentation des aktuellen Wirtschaftsberichts der österreichischen Bundesregierung meinte Finanzministerin Dr. Maria Fekter: "Ein Staat kann erst das verteilen, was zuvor erwirtschaftet wurde. Zentrale Aufgabe des Bundesministeriums für Finanzen werden daher auch in Zukunft Defizitabbau und die Attraktivierung des heimischen Wirtschaftsstandorts sein."

"Um eine sichere Zukunft in Wohlstand für alle Generationen zu gewährleisten, brauchen wir einen leistungsfähigen Staat, eine wettbewerbsfähige Wirtschaft und eine innovative und eigenverantwortliche Gesellschaft", so Fekter weiter. Die Finanzministerin sprach sich vor diesem Hintergrund daher ganz klar für das aktive Vorantreiben der Budgetkonsolidierung aus: "Für mich steht die konsequente Rückführung des Budgetdefizits bis 2013 auf unter 3% und dadurch mittelfristig eine Rückführung der Verschuldungsquote klar im Vordergrund. Denn wer Schulden macht, nimmt sich den Gestaltungsspielraum von morgen. Mein Credo ist:
Klarer Fokus auf Zukunftsausgaben statt Vergangenheitsbewältigung."

Fekter: "Derzeit zahlen wir - also die Republik Österreich - pro Stunde rund eine Million Euro alleine für die Zinsen der Schulden der Vergangenheit. Das ist eindeutig zu viel und ich werde daher konsequent auf der Schuldenbremse stehen."

Einen weiteren Schwerpunkt sieht Fekter in der Verbesserung und Weiterentwicklung der Rahmenbedingungen, um künftiges Wachstum schaffen zu können. Konkretisiert bedeutet das, die Internationalisierung voranzutreiben, neue Wachstumsquellen zu erschließen, den Fokus auf Bildung, Forschung und Innovation zu setzen sowie stabile Rahmenbedingungen für den Kapitalmarkt zu schaffen. Darüber hinaus gilt es ein wettbewerbsfähiges Steuersystem zu generieren. "Ich habe klare Vorstellungen, in welche Richtung wir in Zukunft gehen wollen - mein Motto: weniger, einfacher, leistungsgerechter und die Familien entlasten", so Fekter.

Als dritten Eckpunkt nannte Fekter bei der Präsentation des aktuellen Wirtschaftsberichts die Wichtigkeit der Stabilisierung des Euro und der Finanzmärkte. "Die österreichische Wirtschaft hat im vergangenen Jahrzehnt enorm von der Europäischen Erweiterung und der gemeinsamen Währung profitiert. Daher müssen wir unser Möglichstes tun, dies auch für die Zukunft sicherzustellen - durch Verbesserung der wirtschaftspolitischen Steuerung und die Schärfung von Sanktionsmechanismen bei Verstößen gegen den Stabilitäts- und Wachstumspakt", so Finanzministerin Fekter abschließend.

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