AK zu Kühlschrank-Pickerl: Geld für KonsumentInnen sichern

24 Millionen im Budget für Konsumentenschutz / KonsumentInnen können Pickerlgeld noch bis 2035 einlösen

Wien (OTS) - "Es war hoch an der Zeit, dass die Gelder des Kühlschrankpickerl nicht einem privaten Umweltforum sondern den Konsumenten und Konsumentinnen zu Gute kommen", so AK Umweltexperte Werner Hochreiter zum im Nationalrat beschlossenen Initiativantrag. Damit wird ein längst fälliger Schlussstrich unter das Thema Kühlschrankpickerl gezogen. "Nun haben wir einen guten Kompromiss: 24 Millionen Euro kommen ins Budget und das Umweltforum Haushalt hat Klarheit. Außerdem nutzt allen, dass jetzt aufwändige und lange Rechtsstreitigkeiten vermieden werden", so Hochreiter. Die AK geht davon aus, dass das Umweltforum Haushalt nun auch unverzüglich die derzeit unterbrochene Rückzahlungsaktion des Kühl-schrankpickerlgeldes weiterführen und Anträge auf Rückzahlung bearbeiten wird. Die KonsumentInnen haben noch bis 2035 einen Anspruch auf Rückzahlung des Geldes, das sie seinerzeit für die Plaketten oder Gutscheine bezahlt haben. "Wer noch sein Kühlschrankpickerl findet, sollte es dennoch so bald wie möglich einlösen," rät Hochreiter.

"Ohne den Druck der AK wären die Gelder in den Kassen des Umweltforum Haushalt verblieben und 2035 ins reguläre Eigentum dieser Privatgesellschaft übergegangen", so Hochreiter. So kommen nun immerhin noch 24 Millionen Euro ins Budget und können im Interesse der KonsumentInnen verwendet werden. Seit 2005 hat sich die AK bemüht, dass die Gelder nicht einfach im System des Umweltforums Haushalt (UFH) liegen blei-ben, sondern für KonsumentInnenzwecke verfügbar gemacht werden. Das ist schon 2010 durch das im Rahmen der Budgetbegleitgesetze beschlossene UFH-Gesetz geglückt
Wer zwischen 1993 und 2005 einen neuen Kühlschrank gekauft hat, musste ein so ge-nanntes Kühlschrankpickerl vom Umweltforum Haushalt oder der PEG (Plattform-Elektroaltgeräte GmbH) kaufen, das in der Anfangsphase 770 beziehungsweise 599,50 österreichische Schilling gekostet hat, ab 1995 dann 100 Schilling (7,27 Euro). "Die An-sprüche der Konsumenten für ihre seinerzeit erworbenen Plaketten oder Gutscheine bestehen bis August 2035", so Hochreiter. Längstens bis 2020 wird das UFH diese Rück-zahlungsaktion im Auftrag des Bundes weiterführen. Danach wird das Finanzministerium die Rückzahlungsaktion selber weiterführen oder einen Dritten, etwa den Verein für Kon-sumenteninformation, damit beauftragen.

Der AK -Tipp: So können KonsumentInnen ihre Ansprüche geltend machen Das Antragsformular gibt es unter www.ufh.at.
Dabei müssen Sie die 22-stellige UFH-Plaketten-, die Gutscheinnummer oder die 16-stellige PEG-Plakettennummer angeben. Um Geld zurück zu erhalten, müssen Sie weder einen alten Kühlschranks zurückgeben noch den damaligen Kaufvertrag vorlegen. Schi-cken Sie Ihren Antrag dann an folgende Adresse:
UFH, Mariahilfer Straße 37-39, A-1060 Wien. Fax: (+43-1) 588 39-94. Infotelefon Kühlschrankpickerl: Unter 0810/144 166 (Montag bis Freitag von 8-18 Uhr österreichweit zum Regionaltarif).

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