GPA-djp-Katzian: Arbeitsfreier Samstag im Handel noch besser durchsetzbar

Erlass des Sozialministeriums sieht strafrechtliche Sanktionen bei Verstößen gegen Kollektivvertrag vor

Wien (OTS) - (GPA-djp/ÖGB) "Der arbeitsfreie Samstag im Handel ist nunmehr noch besser durchsetzbar", kommentiert der Vorsitzende der Gewerkschaft der Privatangestellten, Druck, Journalismus, Papier (GPA-djp), Wolfgang Katzian einen aktuellen Erlass des Sozialministeriums: "Ein schöner Erfolg und wichtiger Beitrag für mehr Arbeitszeitqualität für die rund 450.000 Beschäftigten im Handel." Zwar regelt der Kollektivvertrag ganz klar, dass auf einen Samstag, an dem nach 13 Uhr gearbeitet wird, ein arbeitsfreier Samstag folgen muss, doch müssen wir seit der Einführung dieser Regelung eine ständige Zunahme der Verstöße gegen diese Gewährung des arbeitsfreien Samstags registrieren, so Katzian weiter: "Mit diesem BMSK-Erlass an die Arbeitsinspektorate vom 7.7.2011 werden der Stellenwert der Freizeit und der Gesundheitsschutz noch besser durchsetzbar." Denn Verstöße gegen die kollektivvertragliche Beschränkung der Beschäftigung von ArbeitnehmerInnen im Einzelhandel an Samstagnachmittagen sind anzuzeigen und stehen daher unter Strafsanktion, heißt es im Erlass.++++

Mit diesem nunmehrigen Erlass des Sozialministers habe man wieder ein wirksames Mittel gegen die unlauteren Praktika mancher Unternehmen im Handel, ergänzt der Vorsitzende des Wirtschaftsbereichs Handel in der GPA-djp, Franz Georg Brantner: "Wenn es jetzt mehr Kontrollen und Anzeigen durch die Arbeitsinspektorate gibt, wie der Erlass das vorsieht, werden sich hoffentlich auch die schwarzen Schafe unter den Unternehmen an den Kollektivvertrag halten. Es ist schon sehr bedauerlich, dass man mit rechtlichen Sanktionen drohen muss, damit sich alle an die gemeinsam vereinbarten Spielregeln halten."

Die GPA-djp wird die Sommermonate zu einer neuen Beratungsoffensive nützen, um die Handelsbeschäftigten bei ihren berechtigten Anliegen nach mehr Arbeitszeitqualität zu unterstützen. In den nächsten Tagen werden zunächst alle BetriebsrätInnen im Handel über diese neuen Möglichkeiten zur Durchsetzung jedes zweiten arbeitsfreien Samstags informiert.

Zuletzt waren in der GPA-djp auch zahlreiche Hinweise von Beschäftigten in der Lugner City eingegangen, dass ihnen der freie Samstag verwehrt wird. Die GPA-djp fordert daher die Handelsunternehmen in der Lugner City auf, umgehend für ordentliche Arbeitszeitregelungen zu sorgen.

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