Bures zu Wirtschaftsbericht 2011: Wachstum durch Investitionen in Infrastruktur und Forschung

Erfreut über EU-Prioritätensetzung

Wien (OTS/BMVIT) - "Die OECD bestätigt die österreichischen Schwerpunkte der Investitionen, nämlich Infrastruktur, Bildung und Forschung", erklärte Infrastrukturministerin Doris Bures in ihrer Rede bei der Präsentation des Wirtschaftsberichts 2011 am Freitag. Auch die EU stelle in ihrem Budgetvorschlag die Weichen in diese Richtung. In ersten Entwurf zum EU-Budget sei auch die Südstrecke als prioritäre TEN-Strecke enthalten. "Damit haben wir die Chance, dass die für Österreich so wichtige Südstrecke weiter aufgewertet und ihre europäische Bedeutung bestätigt wird", so die Ministerin. ****

Österreich sei wegen kluger Investitionen vergleichsweise gut durch die Wirtschaftskrise gekommen. "Die Wirtschaft nimmt Schwung auf, in keinem Land gibt es weniger Menschen ohne Arbeit. Auch deswegen, weil wir in die Forschung und eine moderne Infrastruktur investiert haben", so Bures. Die Rekordinvestitionen von 19,5 Milliarden Euro in Bahn und Straße und die 420 Millionen Euro im heurigen Jahr für angewandte Forschung schaffen Wachstum und Arbeit. Allein die 13,5 Milliarden für den Schienenausbau bis 2016 erwirken im Bau und in der Betriebsphase 80.000 Arbeitsplätze - außerhalb der ÖBB. Auch die EU setze beim neuen Budget auf Infrastruktur- und Forschungsinvestitionen. Nach dem Entwurf der Kommission werden die Mittel für diese Zukunftsbereiche massiv erhöht.

Beim Infrastrukturausbau bekräftigte Bures den Vorrang für die Schiene. Zugleich wies sie aber auch darauf hin, dass bis 2016 rund 6,5 Milliarden Euro in das hochrangige Straßennetz investiert wird, die Hälfte davon für Verkehrssicherheit. "Meine Vorgaben beim Straßenbau sind klar: Investieren ja, aber intelligent investieren, denn nicht jede Straße muss eine Autobahn sein."

In die angewandte Forschung investiert das Infrastrukturministerium heuer 420 Millionen Euro. Das sind fünf Prozent mehr als im Vorjahr. "Wir bleiben auf dem Wachstumspfad. Bis 2014 steigern wir diesen Betrag um 2,5 Prozent jährlich", so Bures. Vier klare Themenfelder seien für diese Investitionen definiert: Verkehr und Mobilität, Energie und Umwelt, IKT und intelligente Produktionstechnologien. "Denn die Österreicherinnen und Österreicher fordern Antworten für die wichtigen Zukunftsfragen: Wie schaffen wir es, Energie effizient zu nutzen und künftig ohne Atomstrom auszukommen? Wie machen wir den Produktionsstandort fit für die Zukunft? Wie können wir die Produktion in Österreich halten?", so die Ministerin.

AIT plant Smart City in China

Bereits heute schafften österreichische Unternehmen in den Bereichen Biomasse, Photovoltaik, Solarthermie und Wärmepumpen 28.000 Arbeitsplätze. Diese Unternehmen sind international gefragt, so stamme jeder dritte Sonnenkollektor aus Österreich. Das sieht Bures auch als einen Erfolg von langjähriger, gezielter Forschungsförderung. Gerade bei der Energieforschung gebe es enorme Wachstumsraten, die öffentliche Förderung lag im Vorjahr bei 120 Mio. Euro, viermal so viel wie im Jahr 2007. Genauso zielgerichtet und strategisch sei die Förderung in den anderen Forschungsbereichen aufgestellt. "Österreich muss dort dabei sein, wo Innovation passiert, unsere Unternehmen brauchen sich nicht zu verstecken."

Als Beispiele führte die Ministerin das Innovationszentrum Skolkovo nahe Moskau an. Dort entstehe gerade ein zweites Silicon Valley - mit österreichischen Unternehmen. "Vor sechs Wochen habe ich in Moskau erste Gespräche geführt, diese Woche habe ich in Wien eine Kooperationsvereinbarung unterzeichnet", erinnerte Bures. Auch in China sei Österreich ganz vorne dabei. Die Stadt Nanchang mit fünf Millionen Einwohnern soll eine Smart City werden. Bis zu drei Milliarden Euro würden für die energiesparende, klimaverträgliche Stadt der Zukunft investiert. Die Planung und Konzepterstellung dafür kommt aus Österreich, vom Austrian Institute of Technology (AIT). "Die Verantwortlichen in China wollten die Besten und wir haben uns gegen viele Bewerber durchgesetzt", so die Ministerin abschließend. (Schluss)

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