Mitterlehner: "Aufschwung stärken, Strukturwandel vorantreiben"

Wirtschaftsbericht Österreich 2011: Mitterlehner will Exporte unterstützen, Wettbewerb stärken und Öko-Innovationen forcieren

Wien (OTS/BMWFJ) - Wien (BMWFJ). Wirtschaftsminister Reinhold Mitterlehner präsentierte am Freitag in der Wiener Hofburg gemeinsam mit Bundeskanzler Werner Faymann, Finanzministerin Maria Fekter und Infrastrukturministerin Doris Bures den Wirtschaftsbericht Österreich 2011. "Unsere Wirtschaft boomt. Nach der Krise des Jahres 2009 sind wir nicht mehr in der Phase der Erholung, sondern schon in einem starken Aufschwung", betonte Mitterlehner. "Die guten Wirtschaftsdaten sind allerdings kein Anlass zur Selbstzufriedenheit. Jetzt geht es vielmehr darum, den Aufschwung nachhaltig zu stärken und den Strukturwandel voranzutreiben", sagte Mitterlehner weiter. "Neben guten Rahmenbedingungen braucht es dafür auch eine optimistische Grundstimmung, die ein entscheidender Faktor für die Kaufkraft der Bürger und die Investitionsentscheidungen der Unternehmen ist. Denn die Wirtschaftsforschungsinstitute prognostizieren uns für 2012 ein etwas schwächeres Wachstum. Hier sollten wir nicht zu weit zurückfallen", so Mitterlehner.

Zwiti: Neue Märkte mit neuen Produkten erschließen

Neben den steigenden Investitionen sieht Mitterlehner vor allem die Exporte als Triebfeder für das Wachstum. Die Ausfuhren sind allein in den ersten vier Monaten 2011 gegenüber dem Vorjahreszeitraum um 19,7 Prozent auf ein Volumen von 39,5 Milliarden Euro gewachsen. "Wir profitieren von der Stärke Deutschlands und unserer Zuliefer-Funktion dorthin. Gleichzeitig sind wir auch in neuen Märkten gut aufgestellt. Mit unserer Internationalisierungs-Offensive wollen wir daher vor allem die Erschließung von Ländern wie Brasilien, Indien, Russland und China weiter forcieren. Eine stärkere Diversifizierung ist hier der Schlüssel zum Erfolg - auch weil uns das hilft, unser Risiko besser zu verteilen", so Mitterlehner unter Verweis auf die kürzlich verlängerte Exportförderung "go international", in die allein das Wirtschaftsministerium 35 Millionen Euro investiert.

Breiten Raum widmet der neue Wirtschaftsbericht dem Wettbewerbsbereich, wo Mitterlehner vor allem das Wettbewerbsbewusstsein der Konsumenten weiter fördern will - zum Beispiel über mehr Transparenz am Treibstoffmarkt durch die neue Spritpreis-Datenbank sowie die Erhöhung der Wechselraten im Energiebereich. So liegt etwa das Sparpotenzial beim Wechsel vom regionalen Standardanbieter zum Billigstbieter von Strom und Gas bei bis zu 210 Euro pro Jahr. "Neben dem effizienteren Einsatz von Energie hilft uns auch das Ankurbeln des Wettbewerbs gegen die Inflation", so Mitterlehner.

Zwiti: "Triple-I-Strategie" fördert Strukturwandel und Öko-Innovationen

Um den Aufschwung weiter zu beschleunigen, setzt das Wirtschaftsministerium heuer eine Mittelstands-Offensive um. "Mit einer 'Triple-I-Strategie' unterstützen wir vor allem kleine und mittlere Unternehmen beim Strukturwandel - also tendenziell weg von der starken Ausrichtung auf Investitions- und Sachgüter hin zu wissensbasierten Dienstleistungen und Innovationen. Daher wollen wir auf allen Ebenen entsprechende Innovationspotenziale heben, Investitionen unterstützen und die Internationalisierung fördern", bekräftigte Mitterlehner.

Ein Schwerpunkt liege dabei auf der Unterstützung von nachhaltigen Forschungsaktivitäten und Öko-Innovationen. "Damit können wir uns gerade im internationalen Wettbewerb hervorragend positionieren", so Mitterlehner, der in diesem Zusammenhang auch auf das neue Ökostrom-Gesetz verwies. "Bis 2020 lösen wir mit unserem Ausbauprogramm Investitionen von rund zwölf Milliarden Euro in grüne Technologien aus", sagte Mitterlehner. Weitere Impulse in diesem Bereich setze die Förderoffensive für die thermische Sanierung.

Der "Wirtschaftsbericht Österreich 2011" wurde unter Federführung des Wirtschaftsministeriums in enger Abstimmung mit dem Finanzministerium verfasst. Weitere wichtige Inputs und Informationen kommen von allen Ressorts der Bundesregierung sowie von der Europäischen Kommission, OECD, WIFO, IHS und der Bundeswettbewerbsbehörde. Dazu kommt das Kapitel "Stimmen aus Österreich", in dem Analysen von renommierten Ökonomen aus der Wissenschaft sowie von den wichtigsten Banken dargestellt werden. "Der Wirtschaftsbericht soll nicht nur eine Dokumentation der Vergangenheit sein, sondern vor allem auch Perspektiven für die Zukunft aufzeigen", so Mitterlehner abschließend.

Der Wirtschaftsbericht 2011 steht auf der Homepage des Wirtschaftsministeriums (www.bmwfj.gv.at) zum Download zur Verfügung.

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