SP-Horner: Universitäten - Zugang für alle sichern!

Studiengebühren sind Rezept aus der konservativen Mottenkiste

Linz (OTS) - In Oberösterreich wird die Aufhebung der Studiengebührenregelung durch den Verfassungsgerichtshof genauso begrüßt wie die Überlegungen, die Frist des Verfassungsgerichtshofes nun einfach verstreichen zu lassen.
"Eine moderne Gesellschaft verfolgt das Ziel, das volle Potential junger Menschen zu fördern und zu unterstützen. Das sichert echte Leistung und die Weiterentwicklung unseres Landes. Daher haben Studiengebühren oder Schulgeld in einem zeitgemäßen Bildungssystem nichts verloren, denn sie hemmen nachweislich den Zugang talentierter und fähiger junger Menschen zu Bildung. Viel wichtiger ist daher die Einführung eines modernen Stipendiensystems, das soziale Benachteiligungen beim Zugang zu Universitäten und Fachhochschulen ausgleicht. Denn nach wie vor hängt laut OECD-Studien der Bildungsgrad junger Menschen vom Bildungsgrad der Eltern ab. Bildung wird also quasi vererbt. Studiengebühren sind eindeutig ein Bildungskonzept aus der konservativen Mottenkiste", steht für Christian Horner, Landesgeschäftsführer der SP OÖ, fest.

Für die Zukunft unserer Bildungseinrichtungen sei auch die Sicherstellung der Finanzierung für die nächsten Jahre das Um und Auf. Hier müsse viel intensiver nachgedacht werden, wie über zusätzliche Einnahmen der Uni-Betrieb und Ausbau besser sichergestellt werden könne. "Dieser Aspekt muss in die Überlegungen über einen Umbau unseres Steuersystems einfließen. Hier muss auch das Gespräch etwa mit der Finanzwirtschaft und der Industrie gesucht werden, weil man dort naturgemäß ein hohes Interesse an gutausgebildeten Menschen hat. Zweckgebundene Unterstützung könnte hier sicher ein Weg sein" fordert Horner ein neues Denken in Sachen Bildung von der Wirtschaft ein. Denn dort sei man schließlich stets an Weiterentwicklung und Innovation interessiert, weshalb man auch in Sachen Bildung das Heil nicht in Zugangsbeschränkungen, Hürden und finanzieller Auslese suchen sollte. Das seien Modelle von vorgestern, die eigentlich nicht zu zukunftsorientierten Unternehmern passen würden. "Ein moderner Industriebetrieb würde auch nicht auf die Idee kommen, für die Aufnahme in seine Forschungs- und Entwicklungsabteilung von jungen Menschen Aufnahmegebühren zu verlangen", so Horner.

"Wenn echte Leistung unterstützt werden soll, dann kommt die ganz sicher nicht durch Knockoutmethoden und finanzielle Zwänge zustande. Das gesamte Potential einer Generation und der Gesellschaft wird dann maximal gehoben, wenn dieser Gesellschaft Bildung sehr viel wert ist. Druck und finanzielle Kürzungszwänge sind völlig ungeeignet", steht für Horner fest.

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ Oberösterreich, Medienservice
Gerald Höchtler
Tel.: (0732) 772611-22
gerald.hoechtler@spoe.at

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | DS40002