Start der Euro-Tour 2011: Jubiläums-Tour mit 68 Stationen in ganz Österreich - 8. Juli bis 29. September 2011

Wien (OTS) - 2011 feiert die Euro-Tour der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) ein rundes Jubiläum: Zum zehnten Mal geht der Euro-Bus heuer auf Tour durch Österreich. Anlässlich der Währungsumstellung im Jahr 2002 startete die OeNB dieses Service für die Bevölkerung, welches nach wie vor gerne in Anspruch genommen wird. Beginn der Jubiläums-Tour ist am 8. und 9. Juli 2011 am Michaelerplatz in Wien, es folgen 66 weitere Stationen in ganz Österreich.

Die Euro-Tour war anlässlich der Währungsumstellung als Angebot zur flächendeckenden Rücknahme von Schilling-Beständen für die Dauer von ein bis zwei Jahren konzipiert. Das ungebrochene Interesse der Bevölkerung, sowohl nach dem Schilling-Euro-Tausch als auch der regelmäßigen Information über den Euro und seine Sicherheitsmerkmale, haben den Euro-Bus fest im Dienstleistungsangebot der OeNB verankert.

An 687 Stationen mehr als 458 Millionen Schilling in Euro gewechselt In den ersten neun Jahren hat der Euro-Bus in 158 österreichischen Gemeinden an insgesamt 687 Tagen gehalten. Durchschnittlich jeder zwölfte Österreicher hat die Angebote des Euro-Bus einmal persönlich genutzt: Seit 2002 wurden mehr als 654.000 Kundenkontakte verzeichnet und mehr als 458 Mio Schilling in Euro gewechselt. Mit durchschnittlich 888 Kundenkontakten pro Tour-Station im Jahr 2010 scheint die Nachfrage der Bevölkerung auch vor dem Jubiläumsjahr ungebrochen.

Jubiläums-Tour 2011: Mit 68 Stationen in ganz Österreich
Von 8. Juli bis 29. September 2011 macht der Euro-Bus in allen Bundesländern an insgesamt 68 Stationen halt. Jeweils von 9.00 bis 18.00 Uhr können Besucherinnen und Besucher wie gewohnt kostenlos Schilling in Euro wechseln und beim Euro-Sicherheits-Check echte Banknoten mit Fälschungen vergleichen. Beim Gewinnspiel um 17.00 Uhr werden täglich attraktive Münzpreise verlost. Anlässlich des Jubiläums hat die OeNB eine Auswahl außergewöhnlicher Geschichten zu Schilling-Fundorten sowie Daten und Fakten zur Euro-Tour
in einem kleinen Anekdotenbüchlein gesammelt, das bei allen Stationen der diesjährigen Euro- Tour kostenlos erhältlich ist.

Euro-Shop-Tour als Service für den Handel
Speziell für Beschäftigte im Handel bietet die OeNB mit der Euro-Shop-Tour in diesem Sommer erneut ein eigenes Informationsservice über die Sicherheitsmerkmale des Euro. Die Mitarbeiterinnen der Euro-Tour konnten bereits im Jahr 2010 mehr als 5.000 Beschäftigte direkt in österreichischen Geschäften informieren.

Ganzjährig: Euro-Kids-Tour mit Informationen für die Kleinen
Der Euro-Bus ist abseits der Sommermonate seit 2008 als Informationseinrichtung speziell für Volkschulkinder unterwegs. Mit der Euro-Kids-Tour veranschaulicht die OeNB die Funktionen des Geldes, die Entwicklung vom Tauschhandel bis zur Währungsunion sowie die Sicherheitsmerkmale der Euro-Banknoten für die 6- bis 10-Jährigen. Den gesamten Tourplan mit allen Stationen und die Kontaktadressen aller Kassen der Oesterreichischen Nationalbank finden Sie auf der OeNB-Website unter www.oenb.at/eurobus.

Der Schilling-Euro-Tausch ist ganzjährig auch bei allen Kassen der Oesterreichischen Nationalbank möglich:
- Otto Wagner Platz 3, 1090 Wien: Mo., Di., Mi. und Fr. 8.00-15.00 Uhr, Do. 8.00-16.30 Uhr
- Adamgasse 2, 6021 Innsbruck; Brockmanngasse 84, 8010 Graz; Coulinstraße 28, 4021 Linz: Mo. bis Mi. 8.00-12.00 und 13.00-15.00 Uhr,Do. 8.00-12.00 und 13.00-16.30 Uhr, Fr. 8.00-13.00 Uhr
- Anton-Schneider-Straße 12, 6901 Bregenz; 10.-Oktober-Straße 13, 9010 Klagenfurt; Franz-Joseph-Straße 18, 5027 Salzburg: Mo. bis Fr. 8.00-13.00 Uhr, Do. zusätzlich 14.00-16.30 Uhr

Fact-Sheet Euro-Tour:

Seit wann?
Der Euro-Bus der Oesterreichischen Nationalbank (OeNB) startete anlässlich der Währungsumstellung im Jahr 2002 seine erste Tour.

Warum?
Der Euro-Bus bringt Informationen über den Euro und seine Sicherheitsmerkmale direkt zur Bevölkerung und bietet die Gelegenheit, letzte Schilling-Bestände österreichweit zu wechseln.

Wo?
In neun Jahren hat der Euro-Bus in 158 österreichischen Gemeinden 687 Mal gehalten.

Für wen?
In neun Tour-Jahren hat durchschnittlich jeder zwölfte Österreicher den Euro-Bus der OeNB besucht und die angebotenen Services
genutzt. Insgesamt 654.534 Kundenkontakte verzeichnet der Euro-Bus seit seiner ersten Tour im Jahr 2002.

Wie viel?
Seit 2002 wurden beim Euro-Bus insgesamt 458.577.385 Schilling in Euro gewechselt - beinahe eine halbe Milliarde Schilling. Die fleißigsten Schilling-Wechsler sind übrigens in Niederösterreich zu Hause, wo bisher exakt 211.924.510 Schilling in Euro gewechselt wurden.

Für Geschäfte?
Seit 2010 bietet das Euro-Tour-Team spezielle Euro-Sicherheitsschulungen für den Handel an. Bereits im ersten Jahr dieses Services für den Handel konnten Mitarbeiter in mehr als 5.000 Geschäften über die Sicherheitsmerkmale des Euro informiert werden.

Für Kinder?
Für Volksschulkinder werden im Rahmen der Euro-Kids-Tour Informationen zum Geld, "vom Tauschhandel bis zur Währungsunion" sowie den Sicherheitsmerkmalen des Euro aufbereitet. Insgesamt wurden seit 2008 rund 34.600 Volksschulkinder
im Alter von 6 bis 10 Jahren erreicht.

Weitere Informationen zum Euro-Bus finden Sie auch auf der Website http://www.oenb.at/euro-bus

Anhang: Best-of-Euro-Tour: Ausgewählte Anekdoten Euro-Tour 2002-2010

Die Reise nach Russland - Wien, 2006
Als eine Dame aus Wien im Jahr 1983 nach Russland reiste, versteckte sie eine 5.000 Schilling- Banknote in ihrer Puderdose, für den Fall dass sie in Schwierigkeiten geraten sollte. Die Reise verlief angenehm und reibungslos - und sie vergaß auf ihren versteckten Notgroschen. Erst 2006 wollte sie diese Puderdose wegwerfen. Zum Glück erinnerte sie sich noch rechtzeitig an ihr einst auserwähltes Versteck und tauschte die 5.000 Schilling-Banknote beim Euro-Bus ein.

Das Geheimnis von Bagdad - Niederösterreich, 2010
In Krems ordnete eine Dame ein Bücherregal, das schon seit Generationen von ihrer Familie genutzt wurde. Als sie nach einem alten Buch mit dem Namen "Geheimnis von Bagdad" griff, hätte sie wohl kaum gedacht, dass dieses Buch tatsächlich ein Geheimnis birgt: Das Buch war eine Attrappe! Beim Öffnen des Buches funkelten ihr etliche Silbermünzen entgegen. Diese wurden beim Euro-Bus in Krems in druckfrische Euro getauscht.

50.000 Schilling in Geheimfach versteckt - Niederösterreich, 2010 Eine Dame aus Vösendorf kam zum Euro-Bus um den gratis Schilling-Euro-Tausch in Anspruch zu nehmen. Als sie das Haus ihrer Großmutter entrümpelte, machte sie eine erstaunliche Entdeckung. Versteckt in einem Geheimfach hinter dem Schrank, fand sie eine Papierschatulle
mit einigen Schilling-Banknoten. Erst beim Euro-Bus bemerkte sie, welch ein Vermögen sich tatsächlich in der Schachtel befand: 50.000 Schilling wurden gezählt und in druckfrische Euro gewechselt.

Vogelscheuche und Schillingglück - Oberösterreich, 2009
Um seine Kirschbäume vor unerwünschten Vögeln zu schützen, beschloss ein Herr aus Weyer, eine Vogelscheuche aufzustellen. Er kleidete die Strohpuppe mit einem alten Wintermantel seines Onkels ein. Beim Ankleiden entdeckte er plötzlich einen kleinen Geldschatz in der Innentasche des alten Mantels: 500 vergessene Schilling hatten sich darin versteckt, die der Kirschbaumbesitzer beim Euro-Bus wechselte.

Schilling für Schuhe - Tirol, 2006
Eine Lienzerin brachte einen großen Sack voll 10-Groschen-Münzen zum Euro-Bus. Die Münzen wurden, gemäß der Hochzeitstradition, von den Eltern seit jeher für die Brautschuhe der Tochter gesammelt. Da diese jedoch mit 30 immer noch ledig war, beschloss sie, die
Schilling beim Euro-Bus in Lienz zu wechseln. Mit den so gewonnenen Euro-Scheinen wollte sie sich lieber Ballschuhe gönnen.

Wertvoller Gemälderücken - Vorarlberg, 2006
20.000 Schilling brachte ein Bregenzer zum Euro-Bus. Seine Mutter hatte das Geld vor Jahren hinter einem Gemälde versteckt bevor sie auf Urlaub fuhr. Nach ihrer Rückkehr geriet das kleine Vermögen in seinem Versteck in Vergessenheit. Erst durch Zufall entdeckte der Sohn den kleinen Schatz und wechselte ihn nach Jahren ein.

Gutes Tun wird belohnt - Steiermark, 2005
Eine Dame aus Köflach sortierte ihren Kleiderschrank aus und brachte die ausgemusterten Kleider zur Altkleidersammlung beim Roten Kreuz. Bevor sie sich endgültig von den einstigen Lieblingsstücken trennte, leerte sie die Hosen- und Jackentaschen. Sie staunte nicht schlecht, als sich in Summe knapp 400 Schilling darin fanden. "Ich werde zu Hause gleich weitersuchen", freute sich die Köflacherin, "wer weiß, was ich noch alles finde."

Schilling über Kärntens Dächern - Kärnten, 2010
Ein Zimmermann aus St. Veit an der Glan besuchte den Euro-Bus mit einem besonderen Fund: Er entdeckte Schilling-Münzen bei Dacharbeiten unter den Schindeln des St. Veiter Kirchturms! "Das ist eine alte Tradition unter Handwerkern", berichtete der Herr beim Euro-Bus am St. Veiter Hauptplatz. "Die Münzen sollen uns Handwerkern bei der Arbeit Glück bringen,
deswegen kommt es bei Reparaturarbeiten hin und wieder vor, dass Münzen gefunden werden."

Der Schatz im Ossiacher See - Kärnten, 2005
Ein Sprung ins kalte Nass kann durchaus Glück bringen: Nur zwei Tage bevor der Euro-Bus in Feldkirchen Station machte, fand ein Taucher im Ossiacher See in fünf Metern Tiefe eineBrieftasche, gefüllt mit alten Schilling-Banknoten. Nach sorgfältigem Trocknen und behutsamem Transport zum Euro-Bus wechselte der glückliche Finder seinen Schatz aus dem Ossiacher See in Euro.

Backe, backe Schilling - Kärnten, 2008
Mit einem 8 Kilogramm schweren Sack kam ein ehemaliger Bäcker zum Euro-Bus in Klagenfurt. Der Sack war prall gefüllt mit Groschenmünzen, die der Kärntner während seiner Bäckerzeit als Wechselgeld gesammelt hatte. Erst 2008 entschloss er sich, seinen wertvollen Sack zu öffnen und den kleinen Schatz in Euro zu wechseln.

Sesam, öffne dich - Burgenland, 2003
Mit einem Paket in der Hand besuchte ein 90-jähriger Herr den Euro-Bus in Eisenstadt. Seit Jahren ließ sich der Schlüssel für den eigenen Safe nicht finden und der Inhalt blieb dem Besitzer verwehrt. Groß war die Freude, als 2003 der Tresorschlüssel wieder zum Vorschein kam und der Tresor den Inhalt endlich freigab: 240.000 Schilling konnte der glückliche Besitzer beim Euro-Bus wechseln.

Vermeintliches Diebesgut wieder gefunden - Salzburg, 2004
Mit einer großen schwarzen Handtasche besuchte eine Dame aus Salzburg den Euro-Bus am Mirabellplatz. "Vor vier Tagen habe ich meine alten Handtaschen aussortiert. Da fiel mir glatt ein Tausender vor die Füße. Er muss im Seitenfach einer meiner Handtaschen gesteckt haben", erklärte die Frau. Vor über zehn Jahren glaubte sie im Urlaub bestohlen worden zu sein und achtete seitdem besonders auf ihre Wertsachen. Umso erfreulicher für die Salzburgerin, dass sie den gestohlen geglaubten 1.000-Schilling-Schein jetzt in druckfrische Euro wechseln konnte.

Rückfragehinweis: Mag. Martin Taborsky, Abteilung Banknoten- und Münzenkasse, T: (+43-1) 404 20-1380, martin.taborsky@oenb.at

Pressefotos: Ketchum Publico, Mag. Romy Sagmeister, T: (+43-1) 717 86-137, euro-tour@ketchum-publico.at

Rückfragen & Kontakt:

Oesterreichische Nationalbank
Dr. Christian Gutlederer
Pressesprecher
Tel.: (+43-1) 404 20-6609
christian.gutlederer@oenb.at
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