Schuldenkrise: BZÖ-Ebner: Vorschlag von ÖVP-Kopf brächte Gefälligkeitsratings

"Chuzpe, Schuld den Ratingagenturen zu geben"

Wien (OTS) - "Niemand hat Griechenland, Portugal, Italien & Co gezwungen, sich bis über beide Ohren zu verschulden. Die Ursache für den Schuldenberg liegt ausschließlich in der Verantwortungslosigkeit und Unfähigkeit der Politiker in diesen Ländern. Es ist eine Chuzpe der Sonderklasse, dass Regierungspolitiker von Athen bis Wien jetzt versuchen, die Ratingagenturen für ihre hausgemachten Probleme verantwortlich zu machen, nur weil sie die Wahrheit sagen", meinte heute BZÖ-Generalsekretär Mag. Christian Ebner.

"Ratingagenturen analysieren und äußern Meinungen, die deshalb Gewicht haben, weil sich viele Investoren auf diese Meinungen verlassen. Große Anleiheninvestmentfonds, die eigenständig analysieren, ziehen übrigens denselben offensichtlichen Schluss:
"Griechenland ist Pleite". Bezeichnend ist, dass jetzt die EU-Kommission ihr Heil im Verbot der freien Meinungsäußerung sieht und den Ratingagenturen Ratings für Krisenländer verbieten will. Es fehlt nur mehr eine EU-Richtlinie, dass Europäer, die Meinungen äußern, die von der EU-Kommission abweichen, einer psychiatrischen Behandlung zu unterziehen sind. Moskau lässt grüßen", sagte Ebner.

"Die von ÖVP-Kopf geforderte europäische Ratingagentur würde möglicherweise die USA und Großbritannien objektiver beurteilen, als die US-Ratingagenturen. Zu erwartende Gefälligkeitsratings für europäische Olivenrepubliken, würden aber kein einziges Problem lösen", stellte Ebner fest.

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