ARBÖ: Vandale - Randale

Keine Kavaliersdelikte - Wer bei Vandalismusschäden haftet

Wien (OTS) - Antenne abgebrochen, Luft aus dem Reifen gelassen, Kratzer im Lack - und vom Täter keine Spur. 32.997 Sachschäden an Kraftfahrzeugen verzeichnete das Bundeskriminalamt für das Jahr 2010. Wer zahlt, wenn Vandalen beim Auto zugeschlagen haben, hat der ARBÖ recherchiert.

Unzufriedenheit, Langeweile, Wut, Rache, Spaß, Überdruss, Neid oder Alkohol, die Gründe für Vandalismusschäden sind vielfältig. Eines ist dabei aber zumeist gleich: Der Täter bleibt anonym. Und der Zorn beim Geschädigten ist groß, wenn sich herausstellt, dass die eigene Kfz-Haftpflichtversicherung für solche Schäden nicht aufkommt. Fest steht: Jemand anderen mut- oder böswillig Schaden zuzufügen ist kein Kavaliersdelikt. Mag. Gerald Kumnig, Leiter des ARBÖ-Rechtsreferates:
"Vandalen handeln immer vorsätzlich. Wird der Täter erwischt, muss dieser für den Schaden aufkommen. Hinzu kommt der Straftatbestand der Sachbeschädigung nach dem Strafgesetzbuch. Dabei kommen je nach Schadenhöhe Freiheitsstrafen bis zu fünf Jahren in Betracht."

Nur wer eine Voll- oder eine Teilkaskoversicherung hat, bei der Vandalismusschäden versichert sind, hat Anspruch, den Schaden über die Versicherung ersetzt zu bekommen. "Informieren Sie sich vor Abschluss genau, ob und in welchen Umfang Vandalismusschäden enthalten sind", rät Kumnig vom ARBÖ. Zu prüfen ist auch eventueller Selbstbehalt, der durchaus zwischen 200 und 300 Euro liegen kann. Rückgefordert werden kann der Selbstbehalt nur vom Täter, wenn dieser geschnappt wird.

Vandalismusschäden im Urlaubsland

Autoreisende können auch im Ausland mit Vandalismusschäden konfrontiert werden. "Erkundigen Sie sich rechtzeitig, ob Ihre Kaskoversicherung auch für Schäden im Ausland haftet. Gegebenenfalls könnte ein höherer Selbstbehalt zum Tragen kommen", informiert der ARBÖ-Experte. Wer keine Kaskoversicherung abgeschlossen hat, sollte die Möglichkeit einer günstigen Reise-Kasko-Versicherung überlegen, wie sie z.B. der ARBÖ anbietet.

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