BSA fordert gänzliche Abschaffung der Studiengebühren

Chance nutzen - freien und offenen Hochschulzugang wiederherstellen

Wien (OTS) - "Es gilt jetzt die Chance zu nutzen und den freien
und offenen Hochschulzugang endlich wiederherzustellen", sagt BSA Präsident Andreas Mailath-Pokorny anlässlich der gestrigen Entscheidung des Verfassungsgerichtshofs hinsichtlich der Verfassungswidrigkeit der derzeitigen Studiengebührenregelung, "Studiengebühren sind eine Hürde im Hochschulzugang, die insbesondere sozial schwächere Studierende vom Studium abhalten. Aus diesem Grund ist es höchst an der Zeit, dass die Studiengebühren gänzlich abgeschafft werden, denn Bildung darf nicht von der Brieftasche der Eltern abhängen."

Neben dem freien und offenen Hochschulzugang spricht sich der Bund sozialdemokratischer AkademikerInnen, Intellektueller und KünstlerInnen (BSA) darüber hinaus für eine bessere Finanzierung der Hochschulen aus. "Bildung zahlt sich aus - und zwar nicht nur für jeden Einzelnen, sondern auch für den Staat. Daher sind Investitionen in Bildung wichtige Zukunftsinvestitionen, bei denen nicht gespart werden darf", so Mailath-Pokorny. Schon die letzte OECD-Studie "Bildung auf einen Blick" hat gezeigt, dass der Staat ein Vielfaches seiner Ausgaben für Bildung durch Abgaben wieder hereinbekommt. Daher spricht sich der BSA für die stufenweise Erhöhung der Budgetmittel für Wissenschaft und Forschung auf zwei Prozent des BIP bis 2015 aus.

"Was die AkademikerInnenquote betrifft befindet sich Österreich noch immer unter den Schlusslichtern im europäischen Vergleich. Es muss daher Gebot der Stunde sein, Studierende zu fördern, anstatt ihnen immer neue Hindernisse in den Weg zu legen", betont Mailath-Pokorny. Außerdem muss ein Großteil der Studierenden arbeiten, um sich ein Studium überhaupt leisten zu können - das ist nicht gerecht. Aus diesem Grund spricht sich der BSA für eine bessere soziale Absicherung der Studierenden aus, denn Bildung darf nicht länger von der Herkunft abhängen.

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