Südsudan - Petra Bayr wünscht alles Gute zum Geburtstag!

Der unabhängige Südsudan wird das jüngste Land der Erde

Wien (OTS/SK) - "Der Südsudan als neuer, jüngster Staat Afrikas und dieser Erde - der offizielle Geburtstag ist nach einem Referendum im Jänner dieses Jahres am 9. Juli 2011 - wird gemeinsam mit seinem nördlichen Nachbarn am Frieden, an wirtschaftlicher Entwicklung und an Sicherheit für alle in den beiden Ländern lebenden Menschen hart arbeiten müssen", unterstreicht Petra Bayr, SPÖ-Entwicklungssprecherin, die Bedeutung einer zukünftigen Zusammenarbeit beider bald souveränen Staaten als Voraussetzung für eine blühende, gemeinsame Zukunft. ****

Besonders an der neuen Grenze, an der seit 21. Juni nach Interventionen Südafrikas eine demilitarisierte Zone besteht, muss weiterhin der Waffenstillstand eingehalten werden. "Die Kooperation ist im Interesse beider Staaten, an der gemeinsamen Grenze ebenso wie bei Überlegungen zur Ausbau der Infrastruktur, bei der Teilung der Ressourcen und der Schulden und bei der Bewältigung alter und neuer Herausforderungen", so Bayr weiter. Die Europäische Kommission hatte unlängst davor gewarnt, dass die nun entstandene Grenze sich zu einem neuen Darfur entwickeln könnte, wenn nicht mit aller Energie an der Befriedung divergierender Interessen von Nord- und Südsudan gearbeitet würde.

"Für den Fall, dass der Frieden brüchig wird, müssen die Afrikanische Union und die Vereinten Nationen jedoch rasch vor Ort sein können und helfen, gewaltsame Konflikte zu beseitigen", gibt sich die Nationalratsabgeordnete realistisch. Zudem müsse es endlich eine historische Aufarbeitung des Darfur-Konflikts geben, die eine notwendige Grundlage für den Neubeginn in der Region ist: "Nach wie vor sind tausende Menschen von ihrer Heimat vertrieben, immer wieder kommt es zu Übergriffen auf die Zivilbevölkerung, noch immer herrschen Misstrauen und Hass zwischen den einzelnen Volksgruppen", so Bayr, die auf einen Aufarbeitungsprozess durch unabhängige afrikanische ModeratorInnen hofft.

Für viele BewohnerInnen der sudanesischen Staaten ist ein Frieden erst dann vorstellbar, wenn der Haftbefehl des Internationalen Strafgerichtshofs (ICC) gegen den sudanesischen Präsidenten al-Baschir wegen Völkermords exekutiert worden ist. "Die Ignoranz vieler afrikanischer Staaten gegenüber den Entscheidungen dieses internationalen Gerichtshofs ist nicht hinnehmbar", so Bayr, die sich von allen Ländern, die den ICC anerkannt haben, auch dementsprechende Schritte gegenüber dem Staatschef des Nordsudans erwartet. (Schluss) bj/mp

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