ÖAMTC: Bewusstseins-Kampagne "7 Schicksale - 7 Schatten" positiv angelaufen

Über 18.000 Jugendliche wurden seit 11. Mai österreichweit zum Überdenken des eigenen Handelns angeregt

Wien (OTS) - Das Risiko, im Straßenverkehr tödlich zu verunglücken, ist bei jungen Fahranfängern bedeutend höher als bei anderen Verkehrsteilnehmern. Das belegen auch die Unfallzahlen im Zeitraum von Januar bis Juni 2011. 47 Jugendliche im Alter zwischen 15 und 24 Jahren sind im ersten Halbjahr im österreichischen Straßenverkehr tödlich verunglückt (Quelle: BMI, vorläufige Unfallstatistik). Die Gründe dafür liegen unter anderem in mangelnder Routine und falscher Selbsteinschätzung. Um das Bewusstsein für die Problematik zu schärfen, fiel am 11. Mai diesen Jahres der Startschuss für die Kampagne "7 Schicksale - 7 Schatten" des ÖAMTC. "Möglichst viele Jugendliche sollen für das Thema sensibilisiert werden und im besten Fall sicherheitsbewusster handeln", erklärt ÖAMTC-Generalsekretär Oliver Schmerold das Ziel der Initiative. Zwar kamen im Vergleich zum ersten Halbjahr 2010 zehn Jugendliche weniger ums Leben. "Doch jeder tödliche Unfall ist einer zuviel. Präventive Verkehrssicherheit spielt daher eine wichtige Rolle bei Jugendlichen", erklärt der Generalsekretär.

Mit Abschluss des Schuljahres zieht der Club nun ein erfreuliches erstes Resümee: seit 11. Mai bot sich für 18.000 Jugendliche bundesweit die Möglichkeit, die lebensgroßen Schattenfiguren auf sich wirken zu lassen. Jede der Silhouetten repräsentiert einen Jugendlichen aus Österreich, der in den vergangenen Jahren bei einem Verkehrsunfall ums Leben gekommen ist. Die Texte auf den Figuren stellen das persönliche Schicksal des tödlich Verunglückten vor. Betroffenheit wird dabei ausgelöst durch die Realität und Nähe zur eigenen Person.

Tausende Schüler in 15 Schulen wurden bundesweit mit der Kampagne konfrontiert

Während in Niederösterreich (Bundesrealgymnasium Wiener Neustadt) und der Steiermark (Privatgymnasium Sacre Coeur Graz) jeweils 800 Schüler die Schattenfiguren sahen, waren es im Burgenland (HTBLA und HAK Eisenstadt) und in Oberösterreich (Berufsschule Linz und Bundesoberstufengymnasium Ried) je 1.500. Wien bot in der HTL Rennweg 1000 Schülern eine Plattform für die Bewusstseins-Kampagne. In den Bundesländern Tirol (Schulzentrum Innsbruck) und Kärnten (HTL 1 Klagenfurt, HAK Althofen, BFS Oberwollanig) kamen jeweils 2.500 Schüler. Noch mehr waren es in Vorarlberg (LBS Bludenz und Bregenz, wo sich 3.300 Jugendliche einen Eindruck der Kampagne machen konnten. Die meisten Jugendlichen im Aktionszeitraum wurden in Salzburg (HTL Salzburg und LBS Hallein) erreicht.

Kampagne auch im Sommer präsent, ab Herbst wieder in Schulen

Dass die Kampagne durchaus positiven Anklang findet, beweisen feststehende Termine bis November 2011. So werden die Schattenfiguren im Juli beispielsweise in der Maria-Theresien-Kaserne in Wien zu Gast sein. In Oberösterreich wird unter anderem das ÖAMTC Fahrtechnik Zentrum Marchtrenk zum sommerlichen Schauplatz. Mit Beginn des neuen Schuljahres wird "7 Schicksale - 7 Schatten" ab September auch wieder in sämtlichen Berufsschulen, Höheren Technischen Lehranstalten oder Gymnasien österreichweit durchgeführt. Ansprechpartner für die einzelnen Bundesländer sowie nähere Infos und Termine finden sich online unter www.oeamtc.at/schatten. Interessierte Jugendliche haben auf der Webseite sowie auf der ÖAMTC-Facebook-Seite die Möglichkeit, ihre Meinung zur Aktion zu posten.

Das ÖAMTC-Projekt "Schatten" findet im Rahmen der "Decade of Action for Road Safety" statt. Dabei handelt es sich um einen Zehn-Jahres-Aktionsplan, der 2010 von ÖAMTC, FIA (Fédération Internationale de l'Automobile) und UNO (Vereinte Nationen) ins Leben gerufen wurde. Oberstes Ziel ist es, weltweit die Zahl von Verkehrstoten zu reduzieren. Mit geeigneten Maßnahmen können bis zum Jahr 2020 fünf Millionen Todesopfer und 50 Millionen Schwerverletzte im Verkehr verhindert werden.

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