- 07.07.2011, 11:54:41
- /
- OTS0134 OTW0134
Nationalrat - Krainer zu Griechenlandhilfe: Zeichen der Solidarität, verhindert Pleite-Dominoeffekt und Anstieg von Staatsschulden
Arbeit in Europa viel zu hoch und Vermögen zu niedrig besteuert - SPÖ kämpft für europäische Finanztransaktionssteuer
Wien (OTS/SK) - Die Finanzhilfe für Griechenland ist nicht nur
gelebte europäische Solidarität, sondern verhindert auch einen
Pleite-Dominoeffekt und den Anstieg von Staatsschulden, da eine
Pleite Griechenlands die Zinsen für Staatsverschuldungen erhöhen
würde. Das betonte SPÖ-Finanzsprecher Jan Krainer heute, Donnerstag,
in der Sitzung des Nationalrats. Ein weiteres Problem, mit dem viele
Länder Europas neben der Staatsverschuldung zu kämpfen haben, sei die
hohe Jugendarbeitslosigkeit. "In einem Drittel der Staaten liegt sie
über 20 Prozent. Das schreit nach Notmaßnahmen", so Krainer, der in
seinem Redebeitrag erneut vehement die Einführung einer europaweiten
Finanztransaktionssteuer fordert. ****
"Arbeit wird in Europa viel zu hoch, Vermögen viel zu niedrig
besteuert. Darum brauchen wir eine Finanztransaktionssteuer, und wir
werden mit voller Kraft dafür kämpfen", betonte der
SPÖ-Finanzsprecher. Zur Kritik des rechten Lagers an der Finanzhilfe
für Griechenland unterstrich Krainer: "Wenn das Haus des Nachbarn
brennt, dann schaut man nicht zu, dann hilft man löschen." Der Euro
habe den europäischen Staaten Stabilität gebracht und Österreichs
Exportwirtschaft gestärkt. Ohne den Euro würden die Europäischen
Währungen zum Spielball der Spekulation, so wie es bereits in den
1990er Jahren der Fall gewesen ist, erinnerte Krainer.
Eine Pleite Griechenlands würde außerdem zu einem Dominoeffekt führen
und andere europäische Länder mit in den Abgrund reißen. "Der erste
Stein beim Dominospielen muss nicht groß sein, um eine Kettenreaktion
auszulösen", betonte der SPÖ-Finanzsprecher. Durch eine Staatspleite
würden sich auch die Zinsen für die Staatsverschuldungen aller
europäischen Länder erhöhen. "Wenn die Refinanzierungskosten nur um
ein Prozent steigen, dann kostet das Österreich jährlich zwei
Milliarden", erinnert Krainer die Abgeordneten von FPÖ und BZÖ an die
möglichen dramatischen Folgen einer Staatspleite Griechenlands.
(Schluss) sv/ah
Rückfragehinweis:
SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien,
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/online/page.php?P=100493
OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS - WWW.OTS.AT | SPK






