Über kurz oder lang peinlich (von Daniela Gross)

Ausgabe 7. Juli 2011

Klagenfurt (OTS) - Kurzsichtig sind sie nicht, die Gedanken, die sich Integrationsstaatssekretär Sebastian Kurz und seine Expertenrunde um die Migration gemacht haben. Sie sind zermürbend. Zermürbend deshalb, weil zum x-ten Mal die Bildung in den Vordergrund gerückt wird. Nach der Industrie und der Wirtschaft positioniert sie die Integrationspolitik abermals als Schlüsselfaktor. Wie oft muss man sie noch als Priorität-1-Maßnahme in Konzepten lesen müssen, bevor endlich was passiert? Österreich, wach auf: Traurig an dem Bildungskapitel scheint, dass das reformbedürftige System jetzt auch dem Zusammenleben mit den Migranten im Wege steht. Aber das Traurigste ist, dass Österreich schon jahrzehntelang auf dem Level wiederkehrender PISA-Debakel und Bildungsmängel dahindümpelt, ohne dagegenzurudern. Und das ist die eigentliche Kurzsichtigkeit. Und die kann man keinem Herrn Kurz hinzuschreiben, denn dafür ist der zu kurz am Ruder. Und am falschen noch dazu.

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