ÖAMTC: Rettungsgasse kann lebensrettenden Zeitvorsprung bringen

Club unterstreicht Wichtigkeit einer umfassenden Information

Wien (OTS) - Heute, Mittwoch, wurde im Plenum des Nationalrats die Pflicht zur Bildung von Rettungsgassen beschlossen. Ab 2012 müssen Fahrzeuglenker auf Österreichs Autobahnen und Autostraßen bei jedem Stau eine Rettungsgasse bilden. Das soll gewährleisten, dass Einsatzkräfte möglichst rasch zu einem Unfallort vordringen können. "Die Rettungsgasse kann einen lebensrettenden Zeitvorsprung bringen", begrüßt ÖAMTC-Jurist Martin Hoffer den Beschluss, diese Sicherheitsmaßnahme einzuführen. Österreich folgt damit dem Beispiel anderer europäischer Länder - in Deutschland ist die Rettungsgasse gesetzliche Vorschrift, in Slowenien, Tschechien und der Schweiz empfohlen bzw. gelebte Praxis.

"Der Erfolg der Maßnahme steht und fällt allerdings mit einer umfassenden Information der Autofahrer", gibt Hoffer zu bedenken. "Nur wenn alle solidarisch die Rettungsgasse einheitlich bilden, macht sie auch Sinn." Die neuen Vorschriften legen fest, wie und wo schon bei Bildung des Staus und nicht erst beim Herannahen eines Einsatzfahrzeuges Platz zu machen ist. "Das muss rechtzeitig in den Köpfen verankert werden", sagt der Clubjurist. Auch der ÖAMTC wird im Rahmen seiner Medien wie dem Mitgliedermagazin auto touring und dem Internetauftritt über die Details informieren. Das Gesetz zur Rettungsgasse (24. StVO-Novelle) wird Anfang 2012 in Kraft treten.

Derzeit ist bei Nichtbefolgung auch ein relativ hoher Strafrahmen in der Höhe von 72 bis zu 2.180 Euro vorgesehen. "Hier sollte in der Anfangszeit jedenfalls mit Augenmaß sanktioniert werden", plädiert der Clubjurist abschließend an die Exekutive, in der Einführungsphase verstärkt auf Aufklärung zu setzen.

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