FPÖ-Klubobmann Mag. Steinkellner und Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Povysil verlangen Begleitmaßnahmen zur 2. oö. Gesundheitsreform

FPÖ mit Antragspaket für Zusammenführung der Spitalsträger, Finanzierung des Gesundheitssystems aus einer Hand und oö. Kinder-Gesundheitsplan

Linz, 5. Juli 2011 (OTS) - FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner - er ist auch Mitglied des Lenkungsausschusses des Landes OÖ - und FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Brigitte Povysil stellten heute ein Antragspaket für Begleitmaßnahmen zu der am kommenden Donnerstag im Landtag anstehenden 2. oö. Spitalsreform vor.

Zwttl.: Klubobmann Mag. Steinkellner: Gesundheitsreform braucht umfassende Begleitmaßnahmen

"Viel Geld und viel Arbeitskraft wird vergeudet, weil bei den Spitalsträgern der gleiche Zustand herrscht wie bei den Finanzierungseinrichtungen des Gesundheitssystems. Deshalb ist es notwendig, einerseits die Spitäler unter einer gemeinsamen Holding zu betreiben. Andererseits erfordert es der sorgsame Umgang mit dem Steuergeld und den Beiträgen der Versicherten, das gesamte Gesundheitssystems, also sowohl Krankenhäuser als auch den niedergelassenen Bereich der praktischen Ärzte und der Fachärzte, aus einer Hand zu finanzieren. Leistungen müssen dort erfolgen, wo sie den Patienten am Besten nützen und wo dieser Nutzen zu den günstigsten Kosten erbracht werden kann!", betonte FPÖ-Klubobmann Steinkellner den Standpunkt der FPÖ.

Deshalb beantrage die FPÖ am Donnerstag als Begleitmaßnahme zur anstehenden Gesundheitsreform Verhandlungen der Landesregierung mit den Trägern der oö. Krankenanstalten, dass zur Optimierung von Synergien - vor allem im nichtmedizinischen Bereich - alle oö. Spitäler in einer Oö. Gesundheitsholding zusammengeführt werden. Außerdem soll die Landesregierung mit dem Bund und den Sozialversicherungsträgern verhandeln, dass künftig der Spitalsbereich und der niedergelassene Bereich einheitlich aus einem Topf finanziert werden.

Zwttl.: Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Povysil:
Kinder-Gesundheitsplan einführen, niedergelassenen Bereich ausbauen und einheitlichen Katalog für ambulante Leistungen schaffen

"Es gilt, die derzeit bestehende Dynamik der Diskussion über die Sicherung der Gesundheitsversorgung zu nützen, um die notwendigen weiteren Verbesserungen im Gesundheitssystem voranzutreiben", begründete FPÖ-Gesundheitssprecherin LAbg. Dr. Brigitte Povysil die drei weiteren Dringlichen Anträge der FPÖ bei der Landtagssitzung am kommenden Donnerstag.

"Bei allen Schritten, die jetzt gesetzt werden, müssen immer die einheitliche Planung, Steuerung und Finanzierung im Vordergrund stehen. Die Ursachen für die größten Kostentreiber sind abzustellen. Deshalb ist die integrierte Planung der Gesundheitsvorsorgung durch die Aufnahme der Leistungen des niedergelassenen Bereichs in den Regionalen Strukturplan Gesundheit - RSG - zu verbessern. Des Weiteren ist endlich der Katalog ambulanter Leistungen, an dem seit Jahren gearbeitet wird, fertig zu stellen. Damit würde auch im ambulanten Bereich eine einheitliche Dokumentation und Finanzierung möglich", betont LAbg. Dr. Povysil.

Da im Zuge der 2. oö. Spitalsreform die Zahl der Kinderbetten in den oö. Spitälern um mehr als ein Drittel reduziert wird - von 328 auf 216 Betten, wobei in der Versorgungsregion Innviertel (Braunau, Ried im Innkreis, Schärding) sogar mehr als 43 Prozent der Kinderbetten abgebaut werden, ist ein regionaler Kindergesundheitsplan auszuarbeiten.
LAbg. Dr. Povysil: "Im Kindergesundheitsplan soll sichergestellt werden, dass die medizinische Versorgung von Kindern und Jugendlichen in allen Landesteilen ausreichend ist." ***

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