Bures und Hundstorfer zu Donauraum-Strategie: Gemeinsamen Wirtschafts- und Lebensraum von über 100 Mio. Menschen stärken

Staatssekretär Andreas Schieder: "Wohlstand und Lebensqualität für alle verbessern"

Wien (OTS/SK) - Ende Juni hat der Europäische Rat nach zweijähriger Vorbereitungszeit die "EU-Donauraum-Strategie" verabschiedet, die eine enge Länder- und sektionsübergreifende Zusammenarbeit von EU- und Nicht-EU-Staaten zur Förderung des Wirtschaftsraums Donau vorsieht. "Diese Region vereint 14 Länder, in der über 100 Millionen Menschen leben. Was uns verbindet, ist der gemeinsame Wirtschafts- und Lebensraum. Es geht darum, diesen Raum zu stärken", betonte Infrastrukturministerin Doris Bures bei der Auftaktveranstaltung "Die EU-Donauraum-Strategie und Österreich -Ausgangspunkt, Chancen, Perspektiven" heute, Montag, in der Akademie der Wissenschaften, bei der u.a. auch Sozialminister Rudolf Hundstorfer, Finanzstaatssekretär Andreas Schieder und Bürgermeister Michael Häupl teilnahmen. "Es geht darum, bei allen ökonomischen und kulturellen Unterschieden dieser 14 Länder, eine Dynamisierung der wirtschaftlichen Entwicklung des Donau-Raums zu erreichen und diese Unterschiede auszugleichen", unterstrich Hundstorfer. ****

Österreich übernimmt im Rahmen der Donau-Raum-Strategie in drei Prioritätsbereichen die Koordination. "Fragen rund um Verkehr, Technologie und Innovation spielen dabei eine zentrale Rolle und in vielen Bereichen ist Österreich hier führend", betonte Bures, die gemeinsam mit Rumänien für den Bereich "Mobilität und Multimodalität" verantwortlich ist. "Wir haben enorme Kapazitäten, was die Donau-Schifffahrt betrifft", vor allem hinsichtlich einer verbesserten Energie- und Kosteneffizienz von Gütertransporten, sagte Bures. Gemeinsame Zielsetzungen seien bereits gesetzt, nun gehe es darum, die konkreten Maßnahmen in den vereinbarten Zeitrahmen umzusetzen. So sollen etwa Probleme in der Infrastruktur behoben und das Management der Wasserstraßen effizienter gestaltet werden. Außerdem soll es ein harmonisierendes Schifffahrts-Informationssystem geben und der Mangel an qualifiziertem Personal in diesem Bereich behoben werden. "Es geht darum, die Donauschifffahrt leistungsfähiger und effizienter zu machen, um sowohl die ganze Region, aber vor allem auch den Wirtschaftsstandort Österreich zu stärken", betonte Bures.

Hundstorfer: "Mensch muss im Mittelpunkt stehen"

Alle Projekte und Maßnahmen, die im Rahmen der Donauraum-Strategie umgesetzt werden, müssen letztlich beim Menschen ankommen, betonte Sozialminister Rudolf Hundstorfer. Er koordiniert gemeinsam mit dem BMUKK und der Republik Moldau den Bereich "Menschen und Qualifikationen". "Der Mensch muss im Mittelpunkt stehen. Wir müssen gemeinsam in Bildung und Ausbildung investieren. Bildung ist der Schlüssel zur Teilhabe am gesellschaftlichen Leben" unterstrich Hundstorfer. Wichtig sei der gemeinsame Wissensaustausch und Austausch von Best-Practice-Beispielen sowie eine Weiterentwicklung des Lebensbegeleitenden Lernens. Ziel sei, in der Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik die Zusammenarbeit zu verbessern. "Die Krise hat gezeigt, dass Menschen ohne Ausbildung fast keine Chancen haben." Ein Aktionsplan zur Bekämpfung von Armut und Arbeitslosigkeit im Donauraum wurde bereits entwickelt und wird laufend ergänzt, sagte Hundstorfer.

Schieder: "Mehr Wohlstand und Lebensqualität für alle Menschen in der Region"

Als Vertreter des Bundeskanzleramts betonte Staatssekretär Andreas Schieder, dass die Donauraum-Strategie ein "Symbol für die Verbindung von Ost und West und für das Friedensprojekt Europa" sei. "Der Donau-Raum ist vielfältig und heterogen. Es gibt Unterschiede in der Kultur, Natur und vor allem auch in der Wirtschaftsleistung", unterstrich Schieder. Die Europäische Union biete hier mit der Unterstützung der Initiative der Donauraum-Strategie die große Chance, dieses "Gebiet voller Gegensätze" zu vereinen und den gemeinsamen Wirtschaftsraum zu stärken. "Es geht um mehr Wohlstand und Lebensqualität für allen Menschen in dieser Region", unterstrich Schieder.

Häupl: "Synergien optimal nutzen"

Für eine stärkere Zusammenarbeit der Städte, Gemeinden und Regionen sprach sich auch Wiens Bürgermeister Michael Häupl aus. Österreich ist gemeinsam mit Slowenien für den Bereich "Institutionelle Kapazitäten" zuständig. Wien pflege schon seit langem internationale Kontakte, Kooperationen und Netzwerke. Die Initiative "Centrope", die sich um Wien und Bratislava konzentriert, sei hier ein Best-Practice-Beispiel. "Das Ziel ist es, einen Mehrwert für die Regionen und für Österreich generieren. Die Donauraum-Strategie bietet die Chance, zielgerichtet transnationale Projekte umzusetzen und Synergien optimal zu nutzen", so Häupl. (Schluss) sc/bj

Rückfragen & Kontakt:

SPÖ-Bundesorganisation, Pressedienst, Löwelstraße 18, 1014 Wien
Tel.: 01/53427-275
http://www.spoe.at/impressum

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NSK0003