Volkshilfe: Pflegebedürftigkeit solidarisch absichern!

Volkshilfe tritt für vermögensbezogene Steuern zur Finanzierung qualifizierter Pflege und Betreuung ein

Wien (OTS) - Die Volkshilfe schließt sich den jüngst erhobenen Forderungen der Gewerkschaften vida und GPA nach umfassenden Investitionen in den Pflegebereich an. Denn "Pflege und Betreuung solidarisch abzusichern ist die Herausforderungen der Zukunft. Es geht dabei nicht nur um den Ausbau der mobilen Betreuungsdienste, ebenso wichtig sind die Arbeitsbedingungen und die Bezahlung der MitarbeiterInnen", sagt Volkshilfe Präsident Univ. Prof. Dr. Josef Weidenholzer.

Im Bereich Pflege und Betreuung ist Österreich vor allem mit ausgebildeten Pflegepersonen dramatisch unterbesetzt. In Finnland gibt es pro 1.000 EinwohnerInnen 21,7 Pflegepersonen, in Deutschland immerhin 9,5 und in Österreich nur 5,8.

Ohne zusätzliche Finanzierungsquellen kann in Zukunft qualifizierte Pflege und Betreuung nicht gewährleistet werden. Durch den Einsatz zweckgewidmeter vermögensbezogener Steuereinnahmen könnten Leistungen für die mobile und teilstationäre Pflege und Betreuung in den Bundesländern bedarfsgerecht und bundesweit einheitlich gestaltet werden. "Ein Ausbau der Besteuerung von Vermögen und Vermögenszuwächsen hätte zudem positive Effekte im Hinblick auf Steuer- und Verteilungsgerechtigkeit", so Weidenholzer weiter.

Der Volkshilfe Präsident hofft deshalb umso mehr, dass der Ministerratsbeschluss zur Umsetzung des Pflegepakets auch im Nationalrat eine entsprechende Mehrheit findet: "Pflege und Betreuung benötigen eine gesetzliche Grundlage. Pflegebedürftigkeit kann jeden und jede treffen. Der Pflegefonds ist ein erster wichtiger Schritt zu einer gemeinschaftlichen und einheitlichen Pflegevorsorge".

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