Tiger-Blutschande im Zoo Schmiding

Zooexperte erklärt: "Artenschutzbeitrag ist gleich Null"

Salzburg (OTS) - Der Österreichische Tierschutzverein (ÖTV) übt scharfe Kritik an der Tigerzucht im Zoo Schmiding in Krenglbach bei Wels (OÖ). Nach ÖTV-Recherchen sind die zwei derzeitigen und vier weitere Tigerbabys aus dem Jahr 2007 alle aus Inzestzucht entstanden. Diese Form der Zucht sei, so ÖTV-Zooexperte Frank Albrecht, keinesfalls ein "Beitrag zum Artenschutz", wie die Zooleitung gegenüber der Öffentlichkeit behauptet. Es ist davon auszugehen, dass ein Zuchtverbot für Tigerin Nadja nicht aufgrund einer Überrepräsentation ihrer Blutlinie, sondern eher wegen des nahen Verwandtschaftsgrades zu Tiger Taimur verhängt wurde.

"Es hat mich sehr verwundert, dass die Schmidinger Zooleitung die Vierlingsgeburt 2007 und die Zwillingsgeburt in diesem Jahr als einen erfolgreichen Beitrag zur Erhaltung einer bedrohten Tierart verkauft. Solche Inzucht-Tiger verschwinden oft spurlos in dubiose Tierhandelskanäle, weil diese Tiere keiner haben will", so Zooexperte Frank Albrecht. "Dass der Zoo der Öffentlichkeit dennoch den Anschein eines Artenschutzes vermittelt, ist nicht nur unseriös, sondern angesichts der Blutschande auch äußerst fragwürdig."

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