Politik braucht "Herz und Hirn" NR-Präsidentin Prammer lädt zu Podiumsdiskussion ins Palais Epstein

Wien (PK) - Der wissenschaftlichen Erkenntnis, dass an allen menschlichen Entscheidungen "Herz" und "Hirn" beteiligt sind,
sollte auch im Rahmen der Politik Rechnung getragen werden: So lautete das Fazit einer Podiumsdiskussion zu der Nationalratspräsidentin Barbara Prammer heute Abend in die Räumlichkeiten des Palais Epstein geladen hatte. In Kooperation
mit der Vereinigung der Parlamentsredakteurinnen und -redakteure
und dem SORA Institute for Social Research and Consulting wurde dabei das Buch "Emotions in Politics and Campaigning" (Prestige Books International, 2011) vorgestellt, das Beiträge aus Wissenschaft und Praxis vereint, die sich mit dem Stellenwert des Faktors Emotion in politischen Auseinandersetzungen beschäftigen.

Nationalratspräsidentin Barbara Prammer begrüßte die zur Veranstaltung erschienenen Gäste und meinte, der Titel des heute vorgestellten Buches prädestiniere es geradezu für die Präsentation in diesem Ambiente. An den Erkenntnissen, die der vorliegende Band eröffne, zeigte sie sich außerordentlich interessiert: Das Buch werde deshalb zu ihrer Sommerlektüre zählen, verriet sie.

Im Zentrum der Podiumsdiskussion, an der sich das Publikum unter Moderation von Wolfgang Sablatnig (Tiroler Tageszeitung)
engagiert beteiligte, standen nicht nur Fragen der Wahlkampfführung, sondern vor allem auch die Potentiale, die sich durch "emotional campaigning" für die Gestaltung von Politik insgesamt eröffneten. Die von Politikberater Thomas Hofer aufgestellten Thesen, wonach die österreichischen Parteien den Einfluss von Emotion zu Unrecht negierten, Emotionalisierung
nicht zu Lasten des Inhalts gehen müsse und auf hochemotionale Kampagnen nur mit Emotion repliziert werden könne, regten zu
einer breit gefächerten Auseinandersetzung mit verschiedensten Facetten der politischen Kultur Österreichs an.

Gerlinde Manz-Christ und Christoph Hofinger, die für das präsentierte Buch als Herausgeber verantwortlich zeichneten, erläuterten seine Entstehungsgeschichte im Kontext einer Tagung
der European Association of Political Consultants (EAPC) und betonten, dass der Einsatz des Faktors Emotion nicht verwerflich sei: Er gehöre schließlich untrennbar zur menschlichen Existenz. (Schluss)

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