Rot-Weiß-Rot-Card - Türe zu qualifizierter Zuwanderung und gelungener Integration

Industrie: gesteuerte Zuwanderung, raschere Integration - mehr Transparenz und Klarheit für österreichische Bevölkerung und Neuzuwandernde

Wien (OTS/PdI) - "Mit der Rot-Weiß-Rot-Card lassen wir Zuwanderung nicht mehr geschehen, sondern gestalten sie im Sinne einer qualifizierten Zuwanderung", betonte Mag. Christoph Neumayer, Generalsekretär der Industriellenvereinigung (IV). Die Industrie habe sich stets für eine kriteriengeleitete Zuwanderung nach Österreich eingesetzt und begrüße daher die Einführung der Rot-Weiß-Rot-Card, über die ab 1. Juli Bürgerinnen und Bürger aus Nicht-EU-Staaten nach Österreich zuwandern können.

Aktuelle Studien bestätigen: Eine qualifizierte Zuwanderungspolitik habe positive Wirkungen auf den Arbeitsmarkt, gemessen an Beschäftigung und Arbeitslosigkeit, auf das Wachstum und den öffentlichen Sektor. "Durch das kriteriengeleitete Zuwanderungsmodell gewinnt Österreich nicht nur an Attraktivität für qualifizierte Zuwandernde und damit an Wettbewerbsstärke, sondern öffnet auch von Beginn an Türen zu einer gelungenen Integration", so Neumayer. Zuwandernde mit höherer Ausbildung haben eine steigende Wahrscheinlichkeit am Arbeitsmarkt zu partizipieren und eine Beschäftigung zu finden. Durch die Möglichkeit der besseren Steuerung trage das neue Zuwanderungssystem damit zu einer raschen Arbeitsmarktintegration von Anfang an bei. Die Bildungsneigung steige insgesamt, da die Bildung der Kinder mit der der Eltern stark korreliere. "Ein nächster Schritt ist die Betreuung für zugewanderte Menschen und ihrer Familien ab ihrer Ankunft. Dadurch fühlen sie sich von Anfang an willkommen und finden bei der Integration in den österreichischen Arbeitsmarkt sowie in die Gesellschaft Unterstützung", forderte Neumayer.

Klarheit und Transparenz als Vorteil für die Aufnahmegesellschaft sowie die Neuzuwandernden

"Eine auf Kriterien basierte Migration gibt potenziellen Zuwandernden nicht nur Orientierung, welche Qualifikationen am österreichischen Arbeitsmarkt gefragt sind, sondern steuert gleichzeitig die Zuwanderung im Sinne des Wirtschaftsstandortes Österreichs", ist Neumayer von den Vorteilen im Vergleich zum abgelösten Quotensystem überzeugt. "Höher qualifizierte Arbeitskräfte wirken dem Fachkräftemangel entgegen, stimulieren die Produktivität und damit das Wirtschaftswachstum." Laut einer aktuellen Studie des IHS könnten allein durch die verbesserte Qualifikationsstruktur der Migrantinnen und Migranten zusätzliche 20.000 bis 25.000 Arbeitsplätze bis zum Jahr 2050 geschaffen werden. Zielgruppenorientierte Information und Beratung sei allerdings eine Grundvoraussetzung, damit sich Menschen für (oder gegen) die Zuwanderung in ein Land entscheiden. Hochmobile, weltweit umworbene Talente sollen sich daher zukünftig bereits in ihrem Herkunftsstaat über Österreich informieren können.

Um der österreichischen Bevölkerung die Vorteile des neuen Systems näher zu bringen, sei Offenheit und internationales Denken gefragt. "Der Erfolg hängt davon ab, ob sachlich und neutral berichtet und diskutiert wird. Dazu muss es in Österreich insgesamt zu einem Umdenken kommen, wenn es um Migration und Integration geht", betont der IV-Generalsekretär. Denn Migration passiere laufend, es liege an den Akteuren diese auch im Sinne Österreichs zu gestalten.

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