11. Wiener Gemeinderat (3)

Aktuelle Stunde zum Thema "Gemeinde Wien hungert Jugendwohlfahrten aus - zu wenig Budgetmittel, zu wenig Dienstposten für einen hochsensiblen Bereich"

Wien (OTS) - GRin Birgit Hebein (Grüne) betonte, die rot-grüne Regierung wolle die Jugendwohlfahrt aufwerten u.a. werde die Frühförderung forciert und ausgedehnt, ferner Schwerpunkte im Familiencoaching und in der Betreuung von Kindern mit Behinderung gesetzt. Das die Krisenzentren immer wieder überfüllt seien bedeute eine große Herausforderung für die MitarbeiterInnen.

GR Mag. Johann Gudenus (FPÖ) betonte, er rede gern über den Schutz von Kindern. Immer wieder stelle sich heraus, dass in Wien die Wohnsituation oft nicht kindergerecht sei. Die Jugendwohlfahrten in Wien werden sowohl ausgehungert als auch kaputt gespart. Er trat für die Einsetzung einer Revisionsgruppe zur Überprüfung der finanziellen Gebarung der Jugendwohlfahrt ein. Abschließend meinte er Wien brauche eine Stärkung der Familien.

GRin Mag. Sybille Straubinger (SPÖ) dementierte, dass es in Wien eine ausgehungerte Jugendwohlfahrt gebe. Die Geldmittel seien drastisch erhöht und auch zusätzliche Arbeitsplätze - so z.B. im sozialpädagogischen Bereich - geschaffen worden. Überdies wies sie auf die Errichtung eines neuen Krisenzentrums in der Donaustadt hin.

GRin Mag. Ines Anger-Koch (ÖVP) betonte, seit etlichen Jahren sei es die ÖVP gewesen, die immer wieder auf Probleme in der Wiener Jugendwohlfahrt hingewiesen habe. Diesbezüglich gebe es auch immer wieder kritische Anmerkungen von verschiedensten Stellen. Leider seien sämtliche Anträge und Vorschläge, welche die ÖVP in den letzten Jahren eingebracht habe, abgelehnt worden. Sie verstehe die SPÖ nicht, dass sie die Haltung der ÖVP zu einer Verbesserung der Jugendwohlfahrt ständig ignoriere.

GR Senol Akkilic (Grüne) unterstrich die Wichtigkeit der Jugendwohlfahrt. Man wolle vonseiten der Grünen die Verbesserungsschritte - zu denen es in den letzten 8 Monaten der Regierungsbeteiligung gekommen sei - weiter fortsetzen. Die Installierung von Einrichtungen für die Jugendwohlfahrt seitens der Stadt habe zu einer besseren Arbeitsaufteilung geführt. Die Tätigkeit der MitarbeiterInnen könne nicht genug gelobt werden.

GR Dominik Nepp (FPÖ) meinte, die SPÖ mache sich zuwenig Gedanken darüber, wie man das System der Jugendwohlfahrt in Wien optimieren könne. Seiner Meinung nach komme man um eine Aufstockung der Ressourcen in personellen, materiellen und finanziellen Bereich um jeweils 30 Prozent nicht herum. Weiters sprach er sich für eine stärkere Vernetzung der verschiedenen Institutionen.

GR Heinz Vettermann (SPÖ) sagte, in den anderen Bundesländern gäbe es deshalb keine überfüllten Krisenzentren, weil es dort überhaupt keine gibt. Auch er wies darauf hin, dass die Aufwendungen der Stadt für die Jugendwohlfahrt wesentlich erhöht worden seien. Was er sich wünsche sei eine Reduktion der Verweildauer in den Krisenzentren. Obwohl in diesem Bereich sehr viel geschehe, müsse der Prozess jedenfalls beschleunigt werden.

Wiener Europadeklaration 2011

GR Dr. Matthias Tschirf (ÖVP) meinte, alle hätten von der Ostöffnung unheimlich profitiert. Allerdings räumte er ein, viele Menschen innerhalb der Europäischen Union hätten zurecht auch Angst vor der Zukunft. In diesem Zusammenhang verwies er auf die wirtschaftlichen Probleme des EU-Staates Griechenland. Dennoch dürfe man keinen Rückschritt machen. Man müsse als Ziel den Europagedanken weiter verfolgen, damit Europa in der Welt überhaupt überleben könne. Griechenland müsse man bei der Bewältigung seiner Probleme helfen. Ein Europa der Zukunft benötige aber auch eine gemeinsame Wirtschaftspolitik innerhalb der Europäischen Union. Wichtig sei für ihn die Frage, wie man diese Region noch stärker zusammenführen könne. (Forts.) hl/lit

Rückfragen & Kontakt:

PID-Rathauskorrespondenz:
www.wien.gv.at/rk/
Presse- und Informationsdienst der Stadt Wien (MA 53)
Diensthabender Redakteur
Telefon: 01 4000-81081

OTS-ORIGINALTEXT PRESSEAUSSENDUNG UNTER AUSSCHLIESSLICHER INHALTLICHER VERANTWORTUNG DES AUSSENDERS | NRK0018