Klubobmann Mag. Steinkellner: Prüfung der Lesekompetenz bei 15- oder 16jährigen erfolgt viel zu spät!

Oö. Bildungsbericht soll Vergleiche der Schulen untereinander erleichtern

Linz, 29. Juni 2011 (OTS) - "Seit Jahren wird über die unterschiedliche Qualität der verschiedenen Schulen diskutiert. Der Landesschulrat hält aber die Daten unter Verschluss, welche über die unterschiedliche Qualität der oberösterreichischen Schulen im Vergleich zu anderen Bundesländern und vergleichbaren europäischen Regionen Auskunft geben. Darum verlangen wir Freiheitliche, dass die Landesregierung jährlich einen Bildungsbericht erstellt, der diesen Vergleich ermöglicht", erklärte heute FPÖ-Klubobmann Mag. Günther Steinkellner.

Angesichts des derzeit von SP und VP im Bildungsbereich ausgelösten Argumentations- und Maßnahmenchaos sei es notwendig, dass nach den Ursachen für das schlechte Abschneiden Österreichs bei Vergleichen mit anderen OECD-Ländern geforscht wird.

Die FPÖ verlange, dass zuerst einmal auf der regionalen Ebene, also innerhalb eines Bundeslandes, zwischen den Schulen gleicher Schultype ein Vergleich erfolgen soll.
"Diese Daten dürfen nicht länger weggesperrt werden. Darum soll der oö. Bildungsbericht diese Daten zur Verfügung stellen. Es muss möglich werden, die Stärken und Schwächen der einzelnen Schulen auf den Tisch zu legen und sie mit anderen Schulen - auch in anderen Bundesländern - zu vergleichen."

Zur jetzt bekannt gewordenen PISA-Auswertung über die Lesekompetenz der österreichischen Schüler wies FPÖ-Klubobmann Steinkellner dann auf die Erläuterungen des Leiters des BIFIE Salzburg, Dr. Haider, zur PISA-Studie 2009 hin und sagte:

"Wenn jährlich in Österreich 25.000 Kinder die Hauptschule verlassen, die nicht ausreichend, also nicht fließend und nicht sinn-entnehmend, lesen können, dann ist das ein Handicap für diese Kinder für ihr gesamtes weiteres Leben. Wie sollen diese Jugendlichen jemals erfolgreich eine Ausbildung machen, wie sollen die im Beruf bestehen können? Darum muss aus meiner Sicht bereits viel früher die regelmäßige Überprüfung der Lesekenntnisse erfolgen. Wenn - wie im beim PISA-Test 2009 geschehen - die 15- und 16jährigen auf ihre Lesekenntnisse hin geprüft werden, ist das viel zu spät", merkte FPÖ-Klubobmann Steinkellner an.

Angesichts des schlechten Abschneidens der österreichischen Schüler bei PISA 2009 sei es notwendig, unverzüglich sämtliche in Frage kommenden Maßnahmen zur Hebung des heimischen Bildungsniveaus zu ergreifen. Dazu gehört auch, durch eine Belebung des Wettbewerbs die Qualität der einzelnen Schulen zu steigern. Ein Benchmark auch im Schulbereich - so wie international üblich - würde dazu jedenfalls beitragen.

Klubobmann Steinkellner erneuerte auch seine Forderung, dass die Bundesregierung im Rahmen der Ausgabe der OECD-Bildungsvergleichsstudie PISA 2012 auch eine Bundesländerauswertung durchführen lässt.

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