Atomstromimporte - Faymann Aussagen als Lügen entlarvt

Hofer: SPÖ-Kanzler versteht wenig von Energiepolitik

Wien (OTS) - Bereits mehrfach hat FPÖ-Energiesprecher NAbg.
Norbert Hofer darauf hingewiesen, dass die Ankündigungen des Herrn Faymann, wonach Österreich innerhalb weniger Jahre frei von Atomstrom wäre, physikalisch nicht umsetzbar wären. Der offenbar gekränkte Kanzler schickte die Nationalratsabgeordnete Bayr aus, um den glücklosen Vorsitzenden zu verteidigen. Bayr in ihrem Pressedienst wörtlich: "...Außerdem soll Österreich ab 2015 keinen Atomstrom mehrimportieren. Die FPÖ wird staunen, was mit konstruktiver Arbeit möglich ist..."

Hofer: "Ich bin ein Freund der konstruktiven Arbeit und staune tatsächlich ob dieser Aussage. Tatsache ist aber, dass Österreich auch noch im Jahr 2020 Atomstrom importieren wird und es durchaus hilfreich wäre, wenn man sich als Regierungspartei nicht ausschließlich auf Effekthascherei konzentrieren würde. Die Populisten sitzen heute nicht mehr auf den Bänken der Opposition, sie sitzen auf der Regierungsbank."

E-Control Vorstand Martin Graf geht in seiner Expertise mit der Fachkompetenz des Kanzlers hart ins Gericht. Er sagt wörtlich:
"Solange irgendwo in Europa ein Kernkraftwerk läuft, wird es bei uns Atomstrom geben." Ein anderer Experte meinte dazu sogar:
"Anderslautende Behauptungen sind physikalisch ein völliger Mumpitz."

Die Gründe dafür liegen auf der Hand. Österreich wird auch in Zukunft aufgrund von Energieschwankungen Strom importieren und exportieren. Und zwar selbst dann, wenn wir rein rechnerisch so viel Strom erzeugen, wie wir hierzulande verbrauchen. Ein Kappen der Leitungen über die Grenze wird wohl von Herrn Faymann nicht geplant sein. Denn das erinnert wohl doch zu sehr an Ebergassing. Und im europäischem Strom-Mix ENTSO-E sind nun einmal rund 27 Prozent Atomstrom enthalten.

Norbert Hofer: "Ziel für Österreich kann es nur sein, seine eigenen Ressourcen bestmöglich zu nutzen und auf heimische, erneuerbare Energiequellen zu setzen. Dazu braucht es ein gutes Ökostromgesetz, das von den Exponenten der SPÖ in der Arbeiterkammer leider intensiv bekämpft wird sowie eine mutige thermische Sanierungsoffensive. Wer den Menschen erzählt, dass es in Österreichs Stromnetz in vier Jahren keinen Atomstrom mehr geben wird, ist entweder Lügner oder hoffnungsloser Dilettant."

Frau Bayr meinte dazu in ihrem Pressedienst: "Leider ist es das traurige Los der FPÖ, immer gegen alles." Hofer dazu: "Ich bin für einen mutigen Ausbau der Erneuerbaren in Österreich. Es hat aber wenig Sinn, für ein Aushebeln der physikalischen Gesetze zu sein. Die Physik wird sich davon nicht beeindrucken lassen, auch von Herrn Faymann nicht."

Ach ja, das vom großen Vorsitzenden der schrumpfenden Kanzlerpartei angekündigte Volksbegehren für einen europaweiten Ausstieg aus der Kernkraft ist leider ebenfalls nicht umsetzbar. Energiekommissar Oettinger hatte bei seinem Vortrag in Österreich über diese Ankündigung herzlich gelacht und empfohlen, den Außenminister dazu zu befragen. Die Europäische Union sehe dieses Instrument in der Frage der Energiepolitik nicht vor. Es sei nicht möglich, den Mitgliedsstaaten vorzuschreiben, auf welche Energiequellen und auf welchen Energiemix zu setzen haben. Daher sei auch ein EU-Volksbegehren nicht möglich.

Da verwundert es um so mehr, dass die SPÖ beispielsweise im Umweltausschuss einen Antrag auf Umstellung der Stromanbieter bei öffentlichen Gebäuden des Bundes zugunsten heimischer Ökostromerzeuger mit der Begründung ablehnt, man werde ohnehin auf europäische Ebene ein Volksbegehren durchführen.

Hofer: "Ich frage mich, wie lange wir Herrn Faymann als Kanzler noch ertragen müssen. Freilich sorgt er für Unterhaltung und Kurzweil in der österreichischen Politik, es gibt auch immer wieder Grund zum Schmunzeln. Wenn man seicht unterhalten werden will, geht man aber dann doch lieber ins Archiv, um sich Folgen der Löwingerbühne zu Gemüte zu führen. Daher wäre es besser, wenn wir endlich wieder einmal Politiker an der Spitze des Staates hätten, die ernst zu nehmen sind. Und Werner Faymann hätte dann endlich Zeit, sein bereits in den ersten Semestern abgebrochenes Studium fortzusetzen oder irgendeine andere Berufsausbildung abzuschließen."

Zurückkommend auf die Beurteilung des Experten, wonach die Aussagen des Kanzlers völliger Mumpitz seien: Ein Mumpitz ist eine "Schreckgestalt" oder "Vogelscheuche". Dem Kanzler gelingt es durch seine Politik zwar nicht Vögel, aber doch Wähler zu vertreiben. Die FPÖ freut sich über einen Rekord an neuen Mitgliedern, die sich mit Grauen von der Faymann-SPÖ abgewandt haben. Und täglich werden es mehr.

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