ÖH Medizin Wien: Aus zwei mach keins - MedUni Wien ebnet Weg für Degradierung der Lehre und Frauenförderung

"Geringfügige Änderung der Geschäftsordung" vermengt Lehre und Frauenförderung zu einem Vizerektorat

Wien (OTS) - "Die Medizinische Universität Wien, einstiger Vorreiter Österreichs, mit einem eigens zuständigen Vizerektorat für Personalentwicklung und Frauenförderung, hat gestern mit der verkündeten Zusammenlegung der Vizerektorate für Personalentwicklung und Frauenförderung mit dem Vizerektorat für Studium und Lehre einen bedauerlichen Entschluss mit klarem Votum gegen die Lehre und die Frauenförderung gesetzt", so Stefan Konrad, Vorsitzender der ÖH Medizin Wien.

"Die Lehre stellt neben der Forschung eine der Kernaufgaben einer Universität dar und steht insbesondere an der MedUni Wien durch Umstellungen in den Diplomstudienplänen, Ausbau der postgradualen Studien- und Lehrgänge, Implementation von Klinik und Lehre, der drohenden fallenden Quotenregelung für österreichische StudienanfängerInnen usw. vor immer neuen Herausforderungen. Für eine bestmögliche Bewältigung, ist daher ein eigenständiges Vizerektorat unumgänglich", setzt Katharina Göral, stv. Vorsitzende der ÖH Medizin Wien, fort und ergänzt: "Die Einrichtung eines Vizerektorats für Personalentwicklung und Frauenförderung war ein erfreulicher Schritt, der an der MedUni Wien viele positive Akzente setzen konnte und nun droht, ins Hintertreffen zu gelangen."

"Der Neubesetzung des Rektorates gingen monatelange Meinungsdifferenzen zwischen Rektorat, Senat, und Unirat der MedUni Wien voraus. Die Zusammenlegung der Vizerektorate wurde letztlich im Senat gegen die Stimmen der Studierenden beschlossen. Die Agenden der Frauenförderung werden somit jenen der Lehre untergeordnet. Sowohl bei der Lehre, als auch der Frauenförderung wird nun mit Einbußen zu rechnen sein müssen - oder waren die bisher umfangreichen Aufgaben beider Vizerektorate nicht auslastend genug?" kritisiert Damir Joldic, stv. Vorsitzender der ÖH Medizin Wien.

"Für die kommenden Semester werden wir uns weiterhin mit Nachdruck unter anderem für verbesserte Studienbedingungen, faire Zugangsregelungen, Optimierung klinischer Praktika, Erweiterung des Platzangebotes einsetzen! Wir hoffen, dass nun die Bemühungen, für 'Gender Diversity' zu sorgen nicht im Sand verlaufen, da wir die zukünftige Vizerektorin mit unseren Forderungen und Aktionen auf Trab halten werden!" schließt das zukünftige Vorsitzteam der ÖH Medizin Wien, Christian Orasche, Birgit Ludwig und Philipp Wimmer.

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