Werthmann zu Polens Ratspräsidentschaft: "Ein engagiertes Programm in wirtschaftlich schwierigen Zeiten"

Brüssel (OTS) - Polen übernimmt am 1. Juli die Ratspräsidentschaft für 6 Monate, als erster Mitgliedsstaat des "Trios" Polen-Dänemark-Zypern, und wird dabei gemeinsam mit den nachfolgenden Ländern die Arbeit in dieser Zeit prägen. Nachhaltiges Wachstum, neue Arbeitsplätze und der mehrjährige Finanzrahmen des EU-Budgets nennt MdEP Angelika Werthmann als "die wohl größten Herausforderungen für Polen".

Werthmann anerkennt das engagierte Programm Polens für seinen Vorsitz, "vor allem ist die Zustimmung zur EU der Bevölkerung Polens beeindruckend - immerhin stolze 83 % nannte Präsident Komorowski. Polen ist sicher das Land, das in den letzten Jahren eine wirklich 'stolze Entwicklung' sein eigen nennen darf und kann daher durchaus eine gewisse Vorbild-Rolle in der Europäischen Union einnehmen." Die Prioritäten der polnischen Präsidentschaft sind unter anderem eine Stärkung des Binnenmarktes und die "Europäische Sicherheit". Es ist absolut unumgänglich, endlich die noch andauernde Wirtschaftskrise in der EU und weltweit zu bewältigen - "dies bedeutet dass wir uns auf die Bürgerinnen und Bürger Europas konzentrieren. Durch Investitionen in die Wirtschaft, Forschung und Industrie - durch Umschichtung im Budget - können wir die Arbeitslosigkeit in Europa senken. Vor allem die Arbeitslosigkeit der Jugendlichen, immerhin 20 % in Europa, viele davon sehr gut ausgebildet, gibt Anlass zu großer Sorge", sagt Werthmann dazu.

Ein "Sicheres Europa", heißt "nicht nur die Außengrenzen zu stärken, sondern auch Nahrungsmittel- und Energiesicherheit", greift Werthmann als weiteres Beispiel heraus, "Energiesicherheit bedeutet einerseits die Unabhängigkeit, andererseits jedoch die Sicherheit im eigentlichen Sinne und hier kann es nicht sein, dass wir nach Tschernobyl und Fukushima nicht Lehren gezogen haben und nach wie vor Pläne für den Bau von Atomkraftwerken auf den Tischen haben.
Dies ist d i e Chance jetzt in erneuerbare Energien zu investieren, dabei nicht nur Arbeitsplätze zu schaffen und somit die Arbeitslosigkeit zu reduzieren, sondern besonders den Jugendlichen eine neue Chance zu geben und langfristig zu einem wirklich sicheren - 'sicher' in mehrfacher Hinsicht - Europa beizutragen", meint Werthmann unter Verweis auf die Pläne Polens. "Denn der Vorsitz kann keinesfalls bedeuten, nationale Interessen in den Vordergrund - vor EU- Interessen - zu stellen; er kann nur auf Basis einer ausgewogenen Kooperation mit allen Mitgliedsstaaten gelingen", schließt Werthmann ab.

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