VP-Feldmann: Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Wien vielfach unerfüllbarer Traum

Wien braucht Kinderbetreuungseinrichtungen mit 24h-Betreuung

Wien (OTS) - Im Rahmen der heutigen Rechnungsabschlussdebatte kritisierte die Frauensprecherin der ÖVP Wien, LAbg. Barbara Feldmann, einmal mehr die mangelnde Vereinbarkeit von Beruf und Familie in Wien. Nachbesserungsbedarf ortet sie besonders bei den Öffnungszeiten von Kinderbetreuungseinrichtungen. "Diese orientieren sich zu wenig an den neuen vorhandenen flexibilisierten Arbeitszeiten (Anm.: Nachtdienst, Schichtdienst, Spätdienst,...). Wien hat anders als Deutschland keine Kinderbetreuungseinrichtungen mit 24h-Betreuung. In Deutschland gibt es bereits zahlreiche erfolgreiche Beispiele. So auch die 24h Kita "nidulus" in Schwerin. Der Kindergarten "nidulus" ist als Lösungsangebot für Eltern und Kinder mit besonderem zeitlichen bzw. arbeitsorganisatorischen Bedarf gedacht. Voraussetzung für die Aufnahme eines Kindes ist unter anderem der Nachweis über Schichtarbeit oder andere individuelle Arbeitszeitmodelle der Eltern. Die Angebote werden gut nachgefragt -die Einrichtungen haben lange Wartelisten", so Feldmann.

Auch im Bereich der Nachmittagsbetreuung an öffentlichen Pflichtschulen bestünden gravierende Betreuungsdefizite. Von 428 Allgemein Bildenden Pflichtschulen böten im heurigen Schuljahr lediglich 158 Standorte eine Ganztagesbetreuung für Kinder an. Das entspreche einem prozentuellen Anteil von lediglich 37 %. "Im Rahmen von Werbe- und Medienkampagnen bemüht sich die Stadtregierung stets darum, Wien als eine der Metropolen darzustellen, in der die Vereinbarkeit von Beruf und Familie leicht und jederzeit möglich ist. Doch eine genauere Bewertung des bestehenden Angebotes ergibt, dass in einigen wesentlichen Bereichen erhebliche Defizite bestehen", so Feldmann weiter, die auch darauf hinweist, dass in Wien nach wie vor tausende Kindergartenplätze fehlen. Besonders die Betreuungssituation der unter 3jährigen sei nach wie vor nicht erfreulich. Zudem fehlen in Wien geschätzte 600 Kindergartenpädagogen/innen. " Immer öfter beschweren sich Wienerinnen und Wiener über die mangelnde Ausbildung des Betreuungspersonals in den Kindergärten", so Feldmann.

"All diese Faktoren erschweren Frauen die Vereinbarkeit von Beruf und Familie. Um den Erfordernissen von berufstätigen Frauen mit Kindern endlich gerecht zu werden, ist es für die Stadt Wien dringend erforderlich, international übliche Rahmenbedingungen zu schaffen. Wien ist heute vom Ziel, frauenfreundlichste Stadt Europas zu werden, weiter entfernt denn je", so Feldmann abschließend.

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