Die Herausforderungen für den Staat der Zukunft Vortrag von Hans-Adam II. von Liechtenstein im Hohen Haus

Wien (PK) - Bundesratspräsident Gottfried Kneifel lud heute Nachmittag zu einem Vortrag in den Budgetsaal des Hohen Hauses.
Es sei ihm eine große Freude und Genugtuung, mit dieser Veranstaltung ein Werk über moderne Staatskunst, das ihn tief beeindruckt habe, einer breiteren Öffentlichkeit präsentieren zu können, sagte der Präsident des Bundesrates in seinen Begrüßungsworten. Er handle sich dabei um das Buch "Der Staat im dritten Jahrtausend" von Fürst Hans-Adam II. von Liechtenstein.
Er freue sich besonders, dass es gelungen sei, dass der Verfasser des Buches dazu gewonnen werden konnte, die Hauptthesen seines Buches in einem Vortrag persönlich vorzustellen. Das Werk sei nichts weniger als eine "Rezeptsammlung für moderne Staatskunst", meinte Kneifel, und gerade heute habe die Demokratie die besten Rezepte dringend nötig.

Liechtensteins Regierender Fürst, der auch Wirtschafts- und Sozialwissenschaftler ist, unternimmt in der Studie über die Staatskunst den Versuch, Strategien zur weltweiten Durchsetzung
von demokratisch verfassten Staaten darzustellen. Der Staat habe
im vorigen Jahrhundert, dem wohl blutigsten der Menschheitsgeschichte, oft und in vielfacher Weise versagt,
meinte Hans-Adam II. von Liechtenstein. Noch heute seien Menschen blutigen Diktaturen unterworfen. Den Staat der Zukunft müsse hingegen kennzeichnen, dass nicht die Menschen dem Staat, sondern der Staat den Menschen diene.

Der moderne Staat stehe vor vier großen Herausforderungen: Er müsse Kriege und Bürgerkriege verhindern können, weiters allen Menschen, nicht nur einer privilegierten Schicht, zugute kommen
und ein Maximum an Demokratie und Rechtsstaatlichkeit leisten. Viertens müsse er auch die Herausforderungen einer globalisierten Wirtschaft bestehen können. Von einem "Monopolbetrieb", der seine Forderungen den Staatsbürgern aufzwingen könne, müsse der Staat deshalb zu einem modernen Dienstleistungsunternehmen umgestaltet werden, das sich in einer friedlichen Konkurrenz weiterentwickle, postulierte der Vortragende. (Schluss)

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