FP-Kappel: Für Wien war das Jahr 2010 das Jahr der Rekorde

Wien (OTS/fpd) - Das Jahr 2010 hat für Wien nichts Gutes gebracht. Es war das Jahr der roten Rekordschulden, der roten Rekordbelastung bei Gebühren und Abgaben und das Jahr der roten Rekordarbeitslosigkeit, so die FPÖ-Wien Gemeinderäten LAbg. Dr. Barbara Kappel im Zuge der laufenden Rechnungsabschlussdebatte. Diese roten Rekorde, diese Negativrekorde, tragen eine Handschrift, nämlich die rote Handschrift von Bürgermeister Michael Häupl.

Der vorliegende Rechnungsabschluss 2010 weist einen Rekordstand der Finanzschuld der Gemeinde Wien von etwas mehr als 3 Milliarden Euro aus. Dies entspricht einer Verdoppelung der Schulden in den letzten 4 Jahren - d. h. im Zeitraum 2007 bis 2010 - und einer beinahe Verdreifachung der Schulden bis zum Jahresende 2011 auf Basis des Voranschlags für 2011, so Kappel. Knapp mehr als die Hälfte dieser Finanzschuld ist in Schweizer Franken finanziert. Jeder österreichische Bankkunde, der einen Fremdwährungskredit hat, weiß, was das bedeutet: Der Euro hat gegenüber dem Schweizer Franken in den letzten 4 Jahren mehr als ein Viertel seines Wertes eingebüßt. Für Schweizer-Franken-Finanzierungen hatte diese Entwicklung verheerende Folgen, da sich das Finanzierungsvolumen im selben Ausmaß erhöhte, nämlich um rund ein Viertel.

Die Gemeinde Wien weist im Rechnungsabschluss 2010 ein Finanzierungsvolumen von insgesamt rund 1,6 Milliarden Euro in Schweizer Franken aus. Die Gesamtschuld ist im Berichtsjahr um 1,196 Milliarden angestiegen, d. h. ein Fünftel dieses Anstiegs ist allein auf Kursverluste aus dem Schweizer Franken zurückzuführen, so Kappel.

Das Ausmaß der Fremdwährungsfinanzierung des Bundes betrug im Jahr 2009 laut WIFO 3,02 Prozent der Finanzschuld, während es in Wien 2009 Fremdwährungsfinanzierungen von 72,02 Prozent der Finanzschuld waren. Das ist knapp 24-mal mehr als der Bund und lässt nachvollziehbar folgende Schlussfolgerung zu: Die Stadt Wien verhält sich wie ein hochspekulativer Hedgefonds, der das Geld der Wiener Steuerzahler verzockt! Allein 240 Millionen Euro im letzten Jahr, so Kappel abschließend. (Schluss)paw

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