KURIER: ÖVP-Senioren-Chef Khol rüffelt Regierung

Koalition tue "viel zu wenig", um Pensionsantrittsalter zu heben

Wien (OTS) - ÖVP-Seniorenbundobmann Andreas Khol wirft der Regierung Reformverweigerung beim Thema Pensionen vor. "Alle sagen, das faktische Pensionsantrittsalter muss steigen - aber keiner tut was", sagt Khol im Interview mit dem KURIER (Dienstag-Ausgabe). Sozialminister Hundstorfer will das faktische Antrittsalter in den kommenden zehn Jahren um ein Jahr zu heben. "Das ist viel zu wenig", sagt Khol. "Wir brauchen bis 2015 ein durchschnittliches Antrittsalter von 62 Jahren." Das wäre um vier Jahre höher als das jetzige - in einem Zeitraum von nur vier Jahren.
Laut Khol sind die Hacklerpensionisten das größte finanzielle Problem des heimischen Pensionssystems. "Es weiß inzwischen jeder, dass wir aus dem Schneider wären, wenn wir in verfassungskonformer Weise die Hackler-Regelung abschaffen würden. Außer den Betroffenen verteidigt diese Regelung niemand mehr. Aber keiner traut sich, der Gewerkschaft ans Zeug zu flicken."
Khol weist den Vorwurf zurück, die Pensionistenvertreter verhinderten Reformen im Pensionssystem: "Wir sind mittlerweile die einzigen, die Reformen verlangen. Aber wir singen vor tauben Ohren."

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