FP-Matiasek: Große Versäumnisse beim Umstieg auf Sonnenenergie in Wien

SPÖ hat Entwicklung verschlafen und großen Aufholbedarf

Wien (OTS/fpd) - Der Ausbau erneuerbarer Energieformen, genauer gesagt der Ausbau der Nutzungsmöglichkeit der Energiequelle Sonne wurde seitens der Wiener Stadtregierung unter der SPÖ ganz klar vernachlässigt, kritisiert heute die Stadträtin der FPÖ-Wien, Veronika Matiasek im Zuge der Rechnungsabschlussdebatte. Dies, obwohl Vizebürgermeisterin Brauner stets hervorhob, dass in die Zukunft sowie in Zukunftstechnologien und zur Stärkung der Wirtschaft in Wien investiert wird.

"Wien tritt in das Solarzeitalter des 21. Jahrhunderts ein", meinte Bürgermeister Häupl erst im März anlässlich der letzten Regierungsklausur. "Guten Morgen, Herr Bürgermeister! Für die Wiener Stadtregierung hat die Energiewende, also der Umstieg auf Sonnenenergie bis zum März 2011 noch nicht einmal existiert", so Matiasek, die weiters hervorhebt, dass Wien deutlich abgeschlagen in der Schlussposition liegt. Mit lediglich 121 Genehmigungen für Photovoltaikanlagen und in den Jahren davor nicht einmal das, liegt Wien nicht nur hinter allen anderen Bundesländern, sondern hemmt damit auch das österreichweite Vorankommen auf diesem Sektor. Dabei ist der Einsatz von erneuerbaren Energien nicht nur klima- und umweltpolitisch von großer Bedeutung, das aktive Umsteigen und Umrüsten ist außerdem ein nicht zu unterschätzender Wirtschaftsfaktor.

Die Stadt Wien gibt wenig für die Förderung von Photovoltaikanlagen aus und auch die Informations- und Beratungspolitik ist noch sehr ausbaufähig. Die geringe Ausschöpfung der Bundesmittel zeigt das ebenfalls deutlich. Nicht einmal ein Prozent der Förderansuchen im Jahr 2010 ist aus Wien. Das - auch von Expertinnen bestätigte -Defizit an gezielter und wirksamer Öffentlichkeitsarbeit betrifft die Eigentümer von privaten Siedlungshäusern genauso wie die Unternehmen.

Wien selbst ist aber auch nicht mit gutem Beispiel vorangegangen, sondern hat sich über Jahre auf zwei Prestigeprojekten ausgeruht. "Wir haben in den Flächenbezirken ein riesiges Potential an geeigneten Objekten. Bis dato existiert aber nur ein einziges Groß-Projekt in Liesing. Dafür wurden bei Sanierungsmaßnahmen und beim Ausbau von Dachgeschossen seitens der Stadt keine Initiativen zur Installation von Photovoltaik- und Solaranlagen gesetzt und damit für immer verhindert, dass wertvolle Flächen genützt werden können", so Matiasek weiter.

Die Förderungspolitik zeigt aber auch, dass eine tatsächliche Offensive gar nicht gewünscht ist. Mit dem Passus, dass es dort, wo Fernwärmeanschlüsse existieren, keine Förderung gibt, wird enthüllt wie der Hase läuft. Erst kommt Wien-Energie, dann lange nix und dann der Rest der Welt. Das ist mehr als kurzsichtig, denn es kommt doch in erster Linie darauf an, wie gut geeignet und effizient eine Fläche ist. "Wien muss die Förderungen aufstocken, die Informationspolitik und Beratungsaktivität deutlich erhöhen und die Zugangskriterien erleichtern anstatt sie zu erschweren, fordert Matiasek abschließend. (Schluss) hn

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