PädagogInnen und Migration - Ministerin Schmied: Mehr Personen mit Migrationserfahrung für LehrerInnenberuf gewinnen

Bildungsministerin Schmied präsentiert Fünf-Punkte-Programm - Deutschförderung und "Sprachförderkurse Deutsch" ausgebaut

Wien (OTS/SK) - Bildungsministerin Claudia Schmied hat heute, Montag, bei einem gemeinsamen Pressegespräch mit Staatssekretär Kurz Aktivitäten im Bereich "PädagogInnen und Migration" vorgestellt. Die Ministerin bekräftigte: "Das politische Ziel ist klar: Wir wollen bestmögliche Bildung für alle jungen Menschen, die in Österreich leben." Ein wichtiger Bestandteil des von Ministerin Schmied präsentierten Fünf-Punkte-Programms ist die Förderung der Kenntnisse der deutschen Sprache (z.B. Ausweitung der Deutschförderung) sowie die Stärkung der interkulturellen Bildung. Die Ministerin bekräftigte weiters, dass es gelte, "mehr Personen mit Migrationserfahrung für den Lehrerberuf zu gewinnen". ****

Ministerin Schmied betonte beim Pressetermin in der Pädagogischen Hochschule Wien, dass jedes vierte Kind in der Volksschule Migrationserfahrung (d.h. in den Familien wird zuhause eine andere Sprache als Deutsch gesprochen) hat. Und in Wien habe jedes zweite Volksschulkind Migrationserfahrung. Für die Ministerin ist klar, dass alle jungen Menschen, die in Österreich leben, in zehn bis fünfzehn Jahren die Zukunft und den Wohlstand unseres Landes bestimmen werden. Daher komme dem Thema Bildung und Integration besondere Bedeutung zu, so Schmied, die hierzu folgende fünf Punkte präsentierte:

+ Förderung der Kenntnisse der deutschen Sprache: z.B. durch das verpflichtende Kindergartenjahr, den Ausbau der Deutschförderung für Schülerinnen und Schüler mit anderen Erstsprachen als Deutsch und die Ausweitung der "Sprachförderkurse Deutsch" für außerordentliche Schüler
+ Stärkung der interkulturellen Bildung: z.B. durch die Initiative "Macht|schule|theater" und die Schulaktion "Interkulturalität und Mehrsprachigkeit - eine Chance"
+ Schwerpunkte bei der Bildung von Lehrerinnen und Lehrern: für angehende Lehrende gibt es entsprechende Studienangebote zur Förderung des interkulturellen Lernens sowie Stärkung des Anteils mehrsprachiger Studierender
+ Elternarbeit: hier wurde u.a. mehrsprachiges Informationsmaterial erarbeitet wie etwa die DVD "Treffpunkt Schule"
+ Haltungen und Wertschätzung: hier geht es darum, die persönliche Identität jedes Einzelnen gut zu entwickeln und zu stärken.

Die Direktorin der Pädagogischen Hochschule Wien (PH Wien), Dagmar Hackl, stellte beim Pressetermin Aktivitäten seitens der PH Wien vor. So werden im Rahmen des Projekts "Diversität und Mehrsprachigkeit in pädagogischen Berufen" bis 2013 gemeinsam mit dem Bundesministerium für Unterricht, Kunst und Kultur Maßnahmen zur Stärkung der sprachlichen und kulturellen Diversität unter Studierenden und Lehrenden entwickelt. (Schluss) mb/pl

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