BRAU UNION Österreich weist Vorwurf der Preisabsprachen entschieden zurück

Linz (OTS) - Medienberichte über allgemeine Preisabsprachen bei Fassbier verunsichern die Konsumenten und entbehren jeder Grundlage. Der Verbandsbeschluss über die Nichtbelieferung der C&C Märkte wurde vor mehr als 10 Jahren - aus Sicht von BRAU UNION ÖSTERREICH (BUÖ) -primär aus Qualitätsgründen gefasst. Auch in Zukunft keine Kompromisse bei Fassbierqualität.

Der durch Medienberichte entstandene Eindruck, dass es in Österreich über viele Jahre unter Beteiligung von BUÖ Preisabsprachen bei Fassbier gegeben habe, ist unrichtig und irreführend. Die BUÖ weist diesen Vorwurf mit Vehemenz zurück und bedauert, dass Ermittlungen der Bundeswettbewerbsbehörde (BWB) in einer für den Vertrieb von Fassbier völlig untergeordneten Vertriebsschiene (C&C Märkte) zum Anlass genommen werden, um einen Pauschalverdacht zu konstruieren. Weder hat die BUÖ mit anderen Marktteilnehmern Preisabsprachen getroffen, um die Fassbierpreise in Österreich künstlich hoch zu halten, noch liegen die Fassbierpreise der BUÖ pro Liter Bier um 70% über den Preisen von Flaschenbier.

Bei der BUÖ liegen die tatsächlichen Preisunterschiede zwischen Fass- und Flaschenbier deutlich unter 70%, die in den Medienberichten kolportiert werden und haben gute Gründe: das sind, unter anderem, die höheren Kosten bei der Belieferung und bei der Rückholung des Leergebindes, die Kosten bei der Schanktechnik und beim Schankservice, die Kosten für die Lieferung von Kohlensäure (Gefahrengut!) und natürlich die Kosten, die durch die umfangreiche Markenpflege bzw. Ausstattung der Gastronomie entstehen (zB Gläser, Tischaufsteller, Bierschilder und Gartenleuchten sowie Bierdeckel), die letztlich auch dem jeweiligen Gastronomiebetrieb zu Gute kommen. Die BUÖ ist weiterhin der Herstellung hochqualitativer Markenbiere verpflichtet und vertreibt keine anonymen Handelsmarken.

In Bezug auf den eigentlichen Vorwurf der BWB - die Nichtbelieferung von C&C Märkten mit Fassbier - arbeiten wir mit der Behörde an der Aufklärung des Sachverhalts zusammen. Richtig ist, dass im Jahr 1999 ein Beschluss im Brauereiverband gefasst wurde, C&C Märkte nicht mit Fassbier zu beliefern. Dieser Beschluss wird von der BWB als kartellrechtswidrig angesehen. Hintergrund des damaligen Beschlusses waren jedoch - aus Sicht von BUÖ - primär Qualitätsbedenken. Die BUÖ ist der Meinung, dass durch klassische C&C Märkte ohne personalisiertes Zustellservice die Qualitätsanforderungen des Fassbiervertriebs in der Regel nicht oder nicht ausreichend sichergestellt sind und dass bei einem Vertrieb durch C&C für die Gastronomie, für die Fassbier-Liebhaber und für unsere Biermarken großer Schaden entstehen könnte. Trotz des Verbandsbeschlusses aus dem Jahre 1999 hat die BUÖ in begründeten Einzelfällen Fassbier stets auch an C&C Märkte geliefert (insbesondere an regionale C&C Märkte), wenn in Hinblick auf die Qualität keine Bedenken bestanden. Auch wurden immer alle C&C Restaurants mit Fassbier beliefert. Ebenso wurde Fassbier in kleineren Gebinden für Letztverbraucher an C&C geliefert. Der Standpunkt der BUÖ war und ist klar: sollten C&C Unternehmen alle Qualitätskriterien erfüllen, werden wir zu adäquaten Preisen unser Marken-Fassbier liefern.

"Für mich als Generaldirektor der Brau Union Österreich wird Vielfalt, Bierqualität, Lebensmittelhygiene und Ausschankqualität, pünktliche und perfekte Lieferung bis in den Bierlagerraum für unsere Gastwirte und für alle Kunden in der Gastronomie zu marktkonformen und transparenten Preisen auch in der Zukunft höchste Priorität haben. Die derzeitige Verunsicherung unserer Konsumenten ist für mich in höchstem Maße unerfreulich und ungerechtfertigt. Daher werden wir gemeinsam mit der BWB mit aller Offenheit versuchen, die Vorwürfe im C&C Bereich zu entkräften, aber auch mit allen Mitteln ungerechtfertigte Anschuldigungen - wie den Vorwurf von Preisabsprachen bei Fassbier - zurückweisen", so DI Dr. Markus Liebl, Generaldirektor der BRAU UNION Österreich.

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