Küberl: Österreichs Entwicklungshilfe ist "Skandal"

Startschuss zur traditionellen Caritas-"Augustsammlung" -Caritas-Präsident fordert bei Lokalaugenschein von Hilfsprojekten im Kongo: Österreich muss endlich spürbaren Beitrag zur Armutsbekämpfung leisten

Wien-Kinshasa, 27.06.11 (KAP) Unter dem Motto "Zukunft ernten" steht die diesjährige "Augustsammlung" der Caritas. Startschuss der Sammlung, die den ganzen Sommer über läuft, war ein Lokalaugenschein von Caritas-Präsident Franz Küberl in der Demokratischen Republik Kongo, wo die Caritas eine Reihe von Hilfsprojekten selbst betreibt oder unterstützt.

Küberl appellierte im "Kathpress"-Gespräch im Kongo an die Österreicher um Unterstützung für die notleidende Bevölkerung. Zugleich nahm er auch die österreichische Bundesregierung und im besonderen Außenminister Michael Spindelegger in die Pflicht. Österreich müsse endlich einen spürbaren Beitrag zur weltweiten Armutsbekämpfung leisten.

Einmal mehr sprach der Caritas-Präsident von einem Skandal, dass Österreich die Ausgaben für die Entwicklungszusammenarbeit zurückfahre anstatt auszubauen. Insgesamt sollen bis zum Jahr 2014 bei der ADA (Austrian Development Agency), über die die Entwicklungshilfe abgewickelt wird, 83 Millionen Euro eingespart werden, davon fast zehn Millionen allein im Jahr 2011. Das werde viele tausend Menschen ins Elend stürzen, warnte Küberl.

Vizekanzler Spindelegger habe in der Vergangenheit mehrmals betont, dass ihm Entwicklungshilfe ein großes Anliegen sei. Nun müsse er als zuständiger Minister seinen Worten auch Taten folgen lassen, forderte Küberl.

300 Projekte in Afrika, Asien und Lateinamerika

In über 300 Projekten in Afrika, Asien und Lateinamerika unterstützt die Caritas notleidende Menschen. In der Demokratischen Republik Kongo sind es 22 Projekte. Diese liegen vor allem in der südlichen Provinz Katanga, aber auch in und um die Hauptstadt Kinshasa und in Nordkivu im Osten des Landes. Der Fokus der Caritas-Hilfe liegt dabei auf Ernährungssicherung, der Unterstützung von Kindern und Jugendlichen und der Verbesserung der Lebenssituation von Menschen mit Behinderung.

Schon mit einer Spende von 25 Euro kann einer Bauernfamilie in der Demokratischen Republik Kongo mit Maissamen, Manioksetzlingen, landwirtschaftlichem Gerät und einer Schulung geholfen werden. Die Menschen hätten dann eine Chance auf eine bessere Zukunft, appellierte Caritas-Präsident Küberl an die Solidarität der Österreicher.

Caritas-Spendenkonto: PSK 7.700.004 (BLZ 60.000) Kennwort:
Augustsammlung, Online-Spenden: www.caritas.at

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